Fake Work: Warum sinnlose Arbeit krank macht und was Sie dagegen tun können
Unnötige Aufgaben wie Akten sortieren können Beschäftige auf lange Sicht krank machen.
Foto: Brand X Pictures/Getty ImagesBerlin/ Düsseldorf. Waren Sie nach einem Arbeitstag schon mal erschöpft, obwohl Sie de facto nichts Produktives geleistet hatten? Dann haben Sie womöglich Fake Work verrichtet: Arbeit, bei der die Ausführenden zwar beschäftigt wirken, die aber weder ihnen selbst noch dem Unternehmen einen messbaren Mehrwert liefert. Ein Phänomen, das Chefinnen und Chefs nicht einfach hinnehmen sollten.
Fake Work hat unterschiedliche Formen. Wer seitenlange Reports schreibt, die der Vorgesetzte am Ende sowieso nur überfliegt, leistet Fake Work. Wer Stunde um Stunde in Meetings verbringt, die keine klare Zielsetzung haben, ebenso. Wer ständig mehrere Aufgaben parallel erledigt und sich dabei auf keine richtig konzentriert, bewegt sich ebenfalls im Bereich der Scheinarbeit.
Fake Work kostet Unternehmen nicht nur viel Geld – sie macht Mitarbeitende auch unglücklich und schlimmstenfalls krank. Doch mit ein paar Tricks lässt sie sich aus dem Joballtag verbannen. Wie? Das hat das Handelsblatt bei Fachleuten erfragt.
1. Verteilen Sie Aufgaben effizient, um Fake Work zu verhindern
Im Wesentlichen zeichnet sich Fake Work durch drei Dinge aus. Erstens: Sie hat keinen Nutzen und verursacht Arbeitgebern dadurch Zusatzkosten. Zweitens: Sie frustriert den, der sich an ihr abarbeitet. Drittens: Sie entsteht entweder durch schlechte Selbstorganisation oder schlechte Führung, im schlimmsten Fall durch beides.