Geldhaus: Interne Lösung: Deutsche Bank findet neue Chefjustiziarin
Kuder kennt die Deutsche Bank aus langjähriger Erfahrung.
Foto: HandelsblattFrankfurt. Die bisherige Chefin der Governance-Abteilung der Deutschen Bank, Karen Kuder, übernimmt mit sofortiger Wirkung die Leitung der Rechtsabteilung. Das teilte das Institut am Dienstag mit. Karen Kuder tritt damit die Nachfolge des streitlustigen Chefjustiziars Florian Drinhausen an, der die Bank Ende Mai verlassen wird. Die 47-jährige Kuder berichtet in ihrer neuen Rolle an den designierten Rechtsvorstand der Bank, Stefan Simon.
„Karen Kuder kennt die Bank aus langjähriger Erfahrung sehr gut. Sie hat sich in den vergangenen Jahren in den verschiedensten Herausforderungen bewiesen und bringt daher alles mit, was für die Leitung der Rechtsabteilung einer global aufgestellten Bank wichtig ist“, sagte Simon. Und Sven Schelo, Partner der Kanzlei Linklaters in Frankfurt lobt sie als „eine hervorragende Juristin, die sich in der gesamte Bandbreite des Finanz - und Gesellschaftsrechts sehr gut auskennt“.
Intern wurde der Abgang Drinhausens als möglicher Vorbote eines Kurswechsels der Bank im Umgang mit Rechtsstreitigkeiten interpretiert. Der Top-Jurist galt als streit- und klagefreudig. Letztlich soll Kuders Vorgänger über sein konfliktfreudiges Naturell gestolpert sein. Sein Verhältnis zu seinem Vorgesetzten Simon galt als gespannt und auch sein kontroverses Auftreten gegenüber Strafverfolgern war in der Bank seit längerem umstritten.