Gesundheit: Warum Pause machen bei der Arbeit so wichtig ist
Damit dieser Erholungseffekt schon bei so kleinen Pausen eintritt, muss der oder die Pausierende innerlich loslassen können, was er oder sie gerade getan hat. Das funktioniert nicht automatisch bei der ersten Mini-Pause, lässt sich aber trainieren.
Foto: HandelsblattBerlin. Einfach mal den Pausenknopf drücken, innehalten, durchatmen. Das Bedürfnis kennen alle, doch um den Pausenknopf schleichen die meisten nur herum: keine Zeit zum Ausruhen, viel zu viel auf der Liste, und wer Pause macht, hängt die verplemperte Zeit hinten wieder dran.
Die Wissenschaft ist sich einig, dass die Pause in ihrer Funktion gründlich missverstanden wird. „Wer an Pause denkt, denkt mindestens an 15, eher 30 Minuten, die er seinen Tätigkeiten nicht nachgehen kann, er denkt an Urlaub, an Sabbatical“, sagt Claas Lahmann, Ärztlicher Direktor der Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie am Universitätsklinikum Freiburg.
Viel zu selten jedoch würde in die andere Richtung gedacht: Das, was man gerade tut, mal für eine Minute, 30 oder gar nur zehn Sekunden zu unterbrechen. Das Konzept Mini-Pause. „Solche kurzen Pausen haben einen hohen Wert, weil der Körper sich dann mal einen Moment runterregulieren kann“, sagt Lahmann.
Pause machen kann man lernen
Damit dieser Erholungseffekt schon bei so kleinen Pausen eintritt, muss der oder die Pausierende innerlich loslassen können, was er oder sie gerade getan hat. Das funktioniert nicht automatisch bei der ersten Mini-Pause, lässt sich aber trainieren. Dafür beginnt man am besten mit etwas längeren Pausen von fünf Minuten.