Handelsblatt-Umfrage: Banker bleiben lieber zu Hause: Banken und Belegschaft ringen um das Recht auf Homeoffice
Frankfurt. Seit Monatsbeginn ist die Homeoffice-Pflicht Geschichte, doch unter Bankern dominiert nach wie vor die Arbeit am heimischen Schreibtisch. Das zeigt eine Umfrage des Handelsblatts unter 13 großen Banken in Deutschland. Bei acht Instituten, darunter BayernLB, Dekabank, DZ Bank, HSBC, ING und KfW, liegt die „Büroquote“ aktuell zwischen zehn und 20 Prozent. Bei Deutscher Bank – ausgenommen in den Filialen –, Aareal Bank und LBBW sind es zwischen 25 Prozent und einem Drittel der Beschäftigten.
Wann in den Frankfurter Bankentürmen wieder so etwas wie Normalität herrschen wird, lässt sich noch nicht absehen. „Nach wie vor arbeitet die absolute Mehrheit unserer Belegschaft in Deutschland, die nicht der Filialstruktur zugehört, von zu Hause aus“, sagt eine Sprecherin der Deutschen Bank.
Jenseits der Filialen liegt die Homeoffice-Quote bei Deutschlands größtem Geldhaus bei 70 bis 75 Prozent. Anders sieht es bei der Commerzbank aus: Dort ist mittlerweile wieder jede zweite Mitarbeiter im Büro. Das Institut empfiehlt den Mitarbeitern aber nach eigenen Angaben, „weiterhin im Homeoffice zu arbeiten, wenn dies betrieblich möglich ist“.