Heinz-Harald Frentzen: Tut es weh, wenn Sie von einer Frau überholt werden?
Machen Babys Rennfahrer langsamer? Nur, wenn man auch schnell genug ist, findet der ehemalige Formel-1-Profi.
Foto: HandelsblattVize-Weltmeister Heinz-Harald Frentzen fährt nach einer Knie-OP zwar heute keine Formel-1-Boliden mehr, sein Handeln ist jedoch nach wie vor von den Werten Sportlichkeit, Fokussierung und Fairness geprägt. Zumindest solange er im Auto nicht von einer Frau überholt wird – das zwickt dann doch ein bisschen, wie er uns im Interview verrät.
Herr Frentzen, Männer fahren zu schnell, Frauen gucken nicht beim Abbiegen – die Vorurteile über das Fahr-(Un-)Vermögen des anderen Geschlechts sind vielfältig. Gibt es im normalen Straßenverkehr typisch männliches und typisch weibliches Verhalten?
Meine persönliche Meinung ist, dass es im Alltag kaum einen Unterschied zwischen Frauen und männlichen Fahrern gibt. Aber es ist mir schon passiert, dass ich gesagt habe: Oh man, da muss eine Frau am Steuer sitzen! Und dann fuhr ein Mann. Also da ertappe ich mich manchmal selber bei Vorurteilen. Dabei gibt es natürlich Frauen, die ganz hervorragend Auto fahren, und Männer, die sehr schlecht fahren.
Das gilt auch beim Einparken?
Meine Frau sagt zumindest immer, dass sie Schwierigkeiten beim Einparken hat. Aber sie hat ja auch mit mir ein schlechtes Beispiel, weil ich nun mal sehr gut einparken kann.