Karriere: Aufstieg in der eigenen Firma – So gelingt die interne Bewerbung
Die Jobsuche ist in der Krise so schwierig wie lange nicht. So bleibt für Fach- und Führungskräfte oft nur die Alternative, sich intern umzuorientieren.
Foto: ImagoDüsseldorf. Den Beruf wechseln, ohne das Unternehmen zu verlassen? Bei Bayer haben das mehr als 3000 Beschäftigte im vergangenen Jahr allein in Deutschland gemacht. „Wir fokussieren das Thema interne Jobwechsel, sodass Mitarbeiter mit Erfahrungen aus verschiedenen Abteilungen zusammenkommen“, sagt Bayer-Personaler Moritz von Schaumann-Werder. Solche diversen Teams seien „ein Zugewinn für das Unternehmen“.
Von dieser Strategie profitieren die Beschäftigten. So gibt Bayer bei Ausschreibungen internen Bewerbern gegenüber externen Kandidaten fast immer den Vorzug, berichtet von Schaumann-Werder. „Interne Mitarbeiter haben sich schon bewiesen und müssen nicht erst in die Prozesse eingearbeitet werden.“
Nicht nur bei dem Chemie- und Pharmariesen aus Leverkusen gewinnt das Thema interner Jobwechsel an Bedeutung. Es ist durch die Pandemie relevanter denn je: Die Jobsuche ist in der Krise so schwierig wie lange nicht, weil viele Firmen in der unsicheren Lage mit externen Ausschreibungen zurückhaltend sind. So bleibt für Fach- und Führungskräfte oft nur die Alternative, sich intern umzuorientieren.
Weil viele Firmen gerade umstrukturieren, werden zwar Beschäftigte entlassen, doch an anderer Stelle auch Posten geschaffen – eine Chance, selbst wenn Bewerber nicht alle Kriterien erfüllen. Oft sind sogar Karriere- und Gehaltssprünge drin. Und das zu bequemen Konditionen: kein Umzug, keine Einarbeitung, wenig Umgewöhnung.