Personalchef Cawa Younosi: SAP-Manager: Führungskräfte sollten niemals alle Punkte in Stellenausschreibungen erfüllen
Der Jurist ist Personalchef bei SAP Deutschland.
Foto: SAPDüsseldorf. Bewerbern kann beim Anblick von Stellenanzeigen manchmal schwindelig werden, so lang sind die Anforderungsprofile in einigen Fällen. Gerade wenn es um verantwortungsvolle Positionen im Management oder eine Stelle mit Spezialfähigkeiten geht, ist die Liste der erforderlichen Kenntnisse oft überwältigend. Da sind acht bis zehn Jahre tiefe Branchenerfahrung oft gar nichts.
Auch der Umgang mit komplexen Datenbank-Programmen wird schon mal als „unbedingt erforderlich“ vorausgesetzt und die Fähigkeit, „Projekte erfolgreich abzuschließen“. „Lernbereitschaft auszustrahlen“ oder „ein sehr hohes Set an Soft Skills“ mitzubringen, versteht sich ja sowieso von selbst. Oder? Nicht unbedingt.
Gerade in Zeiten wie diesen schrecken bei solchen Anforderungskatalogen viele Fach- und Führungskräfte zurück, nach dem Motto: „Lieber in der Krise nichts riskieren“ – und die Bewerbung einfach sein lassen. Doch genau da liegt der Fehler, sagt Cawa Younosi, Deutschland-Personalchef bei SAP.
Der gelernte Jurist ist selbst als Quereinsteiger im Personalbereich bei SAP aufgestiegen. Nach Stationen bei der Deutschen Telekom, TNT Express und Atos Origin kam Younosi ursprünglich als Justiziar zum Softwareriesen nach Walldorf.