Recruiting: 93 Prozent mehr HR-Stellen als vor Corona: So hart trifft der Recruitermangel Deutschlands Unternehmen
Der Fachkräftemangel macht auch vor Personalern nicht Halt.
Foto: Tim Gouw on unsplashDüsseldorf. Eigentlich sollen Personaler möglichst schnell die vielen offenen Stellen in Deutschlands Unternehmen besetzen. Doch der hiesige Arbeitsmarkt ist aktuell so stark in Bewegung, dass viele HR-Abteilungen selbst an ihre Grenzen kommen – und händeringend Verstärkung suchen. Die Folge: Recruiter suchen immer häufiger Recruiter.
Das zeigen exklusive Daten des Personaldienstleisters Hays und der Jobplattform Indeed, die dem Handelsblatt vorliegen. Danach ist die Zahl der Stellenausschreibungen im HR-Bereich in den vergangenen zwei Coronajahren stärker gestiegen als etwa in der IT oder im Ingenieurwesen. Die beiden Bereiche gelten seit Jahren als vom Fachkräftemangel besonders betroffen.
Verglichen mit Vor-Coronazeiten stiegen laut Hays die Stellenausschreibungen für Personaler im vierten Quartal 2021 um 93 Prozent. Die Nachfrage nach IT-Fachkräften kletterte im selben Zeitraum um 54 Prozent, im Ingenieurwesen waren es 48.
Hays erhebt die Daten in Zusammenarbeit mit der Berliner Index-Gruppe, die Stellenanzeigen im Internet und in Zeitungsannoncen auswertet. Auch Indeed misst aktuell einen Anstieg um 89 Prozent im Personalwesen, verglichen mit der Zeit vor der Pandemie.