Selbstoptimierung: An diesen sechs Warnsignalen erkennen Sie einen unseriösen Coach
Unter etlichen seriösen Coaches finden sich jedoch auch immer wieder Scharlatane.
Foto: Ikon Images/F1onlineDüsseldorf. Der Kunde muss spuren, anders geht es nicht. „Hör auf zu heulen. Halt’s Maul“, sagt ein bekannter Online-Coach in einem seiner Videoseminare. Das sei die richtige Ansprache für Kunden, die viele Tausend Euro ausgeben, um sich von einem Business-Coach weiterbilden zu lassen.
Manche müsse man „auf positive Weise traumatisieren“, sagt der Trainer. „Premiumkunden wollen dominiert werden. Du bist als Coach nichts anderes als eine hochklassig bezahlte Domina, die Menschen dahin peitscht, dass sie machen, was sie sollen.“
Wer sich durch Dutzende Videos im Netz klickt und das Gelernte umsetzt, so der Anbieter, werde „ohne große Bekanntheit oder namhafte Referenzen“ zum „Hochpreis-Coach“ – von Hundetrainerin bis Börsenmentor. Allein 2019 erwirtschaftete die Beraterfirma dahinter etwa zehn Millionen Euro Umsatz.
Tatsächlich ist die Berufsbezeichnung Coach hierzulande weder geschützt noch an bestimmte Qualifikationen gebunden. Wer im Karrierenetzwerk LinkedIn nach „Coach“ sucht, erhält 75.000 Treffer. Und: Es werden immer mehr.
Das Problem: Einige Coaches, die gerade erst ihre eigene Weiterbildung beendet haben, bilden bereits andere zum Coach aus. „Doch es ist illusorisch zu glauben, dass alle Coaches gleich erfolgreich sein können bei der Masse an Angeboten“, sagt Paul Fortmeier von der Deutschen Gesellschaft für Supervision und Coaching (DGSv).