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Geldhaus Interne Lösung: Deutsche Bank findet neue Chefjustiziarin

Mit Karen Kuder kürt das Geldhaus ein Eigengewächs zur Nachfolgerin von Florian Drinhausen. Sie gilt als teamfähig und weniger konfrontativ.
05.05.2020 Update: 05.05.2020 - 17:14 Uhr Kommentieren
Kuder kennt die Deutsche Bank aus langjähriger Erfahrung.
Karen Kuder

Kuder kennt die Deutsche Bank aus langjähriger Erfahrung.

Frankfurt Die bisherige Chefin der Governance-Abteilung der Deutschen Bank, Karen Kuder, übernimmt mit sofortiger Wirkung die Leitung der Rechtsabteilung. Das teilte das Institut am Dienstag mit. Karen Kuder tritt damit die Nachfolge des streitlustigen Chefjustiziars Florian Drinhausen an, der die Bank Ende Mai verlassen wird. Die 47-jährige Kuder berichtet in ihrer neuen Rolle an den designierten Rechtsvorstand der Bank, Stefan Simon.

„Karen Kuder kennt die Bank aus langjähriger Erfahrung sehr gut. Sie hat sich in den vergangenen Jahren in den verschiedensten Herausforderungen bewiesen und bringt daher alles mit, was für die Leitung der Rechtsabteilung einer global aufgestellten Bank wichtig ist“, sagte Simon. Und Sven Schelo, Partner der Kanzlei Linklaters in Frankfurt lobt sie als „eine hervorragende Juristin, die sich in der gesamte Bandbreite des Finanz - und Gesellschaftsrechts sehr gut auskennt“.

Intern wurde der Abgang Drinhausens als möglicher Vorbote eines Kurswechsels der Bank im Umgang mit Rechtsstreitigkeiten interpretiert. Der Top-Jurist galt als streit- und klagefreudig. Letztlich soll Kuders Vorgänger über sein konfliktfreudiges Naturell gestolpert sein. Sein Verhältnis zu seinem Vorgesetzten Simon galt als gespannt und auch sein kontroverses Auftreten gegenüber Strafverfolgern war in der Bank seit längerem umstritten.

Drinhausens hatte allerdings auch Erfolge vorzuweisen: Er habe „wesentlich dazu beigetragen, die komplexen Streitfälle der Vergangenheit abzuschließen und die Rechtsrisiken der Bank abzubauen“, hatte Vorstandschef Christian Sewing dem Rechtsexperten zum Abschied hinterhergeschickt

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    Mit Kuder befördert die Bank nun aber eine Managerin, der sowohl mehr Teamfähigkeit zugetraut wird als auch die Fähigkeit, Konflikte weniger offensiv zu lösen. Kuder sei zwar selbstbewusst, aber auch empathisch und weit weniger konfrontativ als einige andere in den Führungspositionen der Deutschen Bank, sagt ein Kenner des Hauses. Anders als Drinhausen ist Kuder innerhalb der Bank auch bestens verdrahtet. Drinhausen war erst 2014 von der Kanzlei Linklaters zur Deutschen Bank gewechselt. Kuder arbeitet für das Institut bereits seit mehr als 20 Jahren.

    Kuder habe sich große Verdienste bei Restrukturierungsthemen der Bank erworben, heißt es im Institut. „Die kritischen und komplexen Restrukturierungsthemen hat sie sehr gut unter einen Hut gebracht. Das funktioniert nur, wenn man das eigene Haus in und auswendig kennt“, sagt einer der die Rechtsabteilung gut kennt.

    Zunächst beschäftigte sich die Bankkauffrau, die in Sachsen aufwuchs, mit bankeigenen Fusionen und Übernahmen, bevor sie ins Firmenkundengeschäft wechselte. Nach der Finanzkrise stellte sie die Reform des Sanierungs- und Abwicklungsrechts der Banken heraus und nahm in Anhörungen in Brüssel und Berlin zu diesem Thema Stellung. Seit 2016 beriet sie die Bank dann zum Thema Aufsichtsrecht.

    Mehr: Chefjustiziar der Deutschen Bank auf dem Absprung

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