Donald Trump: Wie die rechte Medienbubble die Realität verzerrt
Hochrangige Sicherheitspolitiker haben also Details eines Angriffs des US-Militärs in Jemen in einem Signal-Chat diskutiert, in dem auch der Chefredakteur des Magazins „The Atlantic“ mitlas. Ein Skandal? Sicher! Aber nicht der größte.
Der liegt für mich eher in den anschließenden Reaktionen der Beteiligten. So bezeichnete der am Chat beteiligte Verteidigungsminister Pete Hegseth den Atlantic-Chef als Betrüger. Genauso tat es ihm Donald Trump nach, der angesprochen auf den Zwischenfall entgegnete, dass er kein großer Fan von „The Atlantic“ sei, das Magazin pleitegehen würde und er über den Zwischenfall nichts wisse.
Das Motto „Angriff ist die beste Verteidigung“ prägt auch hier viele Gespräche. Mit einer Freundin von uns, Lea, Kinderpsychologin, Mitte 40, vier Kinder, sprach ich im Sommer letzten Jahres während eines Abendessens am Strand in Newport Beach über Politik (Biden stand dort noch auf dem Wahlzettel). Ich fragte sie, wen sie denn wählen würde. Sie antwortete schnell: „Trump natürlich“. Auf die Frage, warum, entgegnete sie mir, dass Biden alt, verwirrt und korrupt sei.