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Kommentar Angela Merkel ist Klimakanzlerin für einen Tag

Die in der Vollbeschäftigung erarbeiteten Klimaschutzpläne werden keinen Bestand haben. Die Bundeskanzlerin hat momentan noch größere Sorgen.
29.04.2020 - 04:00 Uhr 4 Kommentare
Vor Umsetzung der Klimaziele müsse die Pandemie eingedämmt werden. Quelle: AFP
Angela Merkel

Vor Umsetzung der Klimaziele müsse die Pandemie eingedämmt werden.

(Foto: AFP)

Noch einmal hat Angela Merkel für einen Tag die Klimakanzlerin gegeben. Per Video forderte sie beim Petersberger Klimadialog, die Klimaziele „fest im Blick“ zu behalten. Doch alle wissen natürlich, dass das Thema auf der Prioritätenliste der Kanzlerin ganz weit nach hinten gerutscht ist.

Zunächst muss die Corona-Pandemie weiter eingedämmt werden. Dann steht die Wirtschaft vor der größten Rezession – wahrscheinlich aller Zeiten. Und schließlich geht es um nur auf den ersten Blick so kleine Dinge wie Schulöffnungen und das Wiederbeleben des gesellschaftlichen und kulturellen Lebens. Selbst die größten Einzelgänger stellen derzeit fest, dass sie keine Eremiten sind.

Die Virologen haben den Klimaforschern längst den Rang abgelaufen. Von Greta ist kaum mehr etwas zu hören. Ihre Behauptung, dass man ihr die Jugend gestohlen habe, kann man auf die Pandemie übertragen.

Das Schicksal könnten nun auch Millionen von Kindern anführen. Diesmal geht es aber nicht um einen einzelnen schwedischen Teenager, der sich im Sabbatical befindet, sondern um Millionen Kinder, die im Homeschooling nicht den Anschluss verlieren wollen.

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    Es ist schwer vorstellbar, dass man in diesem historischen Wirtschaftsabschwung den Unternehmen weitere Belastungen auferlegt. Wer eine Bepreisung des CO2-Ausstoßes nach wie vor fordert, verstärkt die Rezession und torpediert das geplante Konjunkturprogramm. Der Shutdown gibt uns einen Eindruck, was Deindustrialisierung bedeutet. Es geht jetzt darum, Massenarbeitslosigkeit zu verhindern und den sozialen Sprengstoff nicht noch größer zu machen.

    Zyniker und einige Klimaforscher können der Pandemie durchaus etwas abgewinnen. Die kurzfristigen Klimaziele werden erreicht. Aber zu welchem Preis! Die Kanzlerin weiß das alles. Sie muss auch die Ziele nicht mehr einkassieren. Aber irgendwann muss sie erklären, dass die zu Zeiten der Vollbeschäftigung erarbeiteten Klimaschutzpläne keinen Bestand mehr haben.

    Mehr: Die Bundeskanzlerin will trotz der Coronakrise beim Klimaschutz nicht nachlassen. Merkel plädiert für einen Vorschlag der EU-Kommission, der ambitioniertere Ziele vorsieht.

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    4 Kommentare zu "Kommentar: Angela Merkel ist Klimakanzlerin für einen Tag"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Es stehen neueste Forschungsergebnisse und Technologien bereit, um gerade jetzt mit der kommenden Rezension neue Investitionen in eine industrielle Standardisierung zu starten, die für den Standort Deutschland enormes Wachstum und einen Wandel in der Energienutzung bedeuten. Es geht um die Demokratisierung der Energienutzung. Die Photovoltaik wird alsbald ergänzt und abgelöst - es wird mit der Neutrinovoltaik eine moderne, dezentrale und mobile Haushaltsversorgung auf den Markt kommen. Denn sie liefert freie Energie 24h x 365Tage ohne Kabel und Steckdose durch Nutzung von Neutrino-Energy auch ohne Sonnenschein, denn sie lädt auch in vollkommener Dunkelheit. Ein Überblick über diese fortschrittliche und wettbewerbsfähige Energieerzeugungstechnologie zeigt, dass sich die Neutrinovoltaik-Technologie - eine Methode zur Erzeugung von elektrischem Gleichstrom unter dem Einfluss von Teilchen des unsichtbaren Strahlungsspektrums - derzeit in der letzten Phase der Umsetzung befindet. Basierend auf dieser Technologie plant die Berliner Neutrino Energy Group, in spätestens 2 Jahren mit der Lieferung von eigenständigen kompakten DC-Stromquellen Neutrino Power Cube® zu beginnen, die kostengünstige und öffentlich zugängliche Materialien verwenden und damit interessante Preisparameter des erzeugten elektrischen Stroms bieten. Vorläufige Berechnungen, die von der Firma bekannt gegeben wurden, erklären den Preis um mindestens 50% günstiger als den Preis, den man für Solarzellenplatten erhält. Darüber hinaus gibt das Unternehmen bekannt, dass die Betriebskosten solcher Quellen gleich Null sind. Die Kompaktheit der Neutrino-Gleichstromquellen erlaubt es auch für die Elektromobilität genutzt zu werden, da sie leicht in die Gehäuse von Elektroautos einzubauen sind, was nach dem bestehenden Schema des Elektroautos mit Batterie die Laufleistung zwischen den Ladevorgängen deutlich erhöhen wird. Politik und Medien sollten Aufklären und mitziehen, damit die Wirtschaft Rudern kann.

    • Irgendwann ist jedes Fest vorbei - verzweifelt betteln manche noch
      nach einer weiteren Halbe obwohl nichts mehr im Faß ist -
      schlimm wenn man an der Nadel hängt - die würden auch alles
      für einen weiteren Schuß tun. Ich würde sagen jetzt ist der richtige
      Zeitpunkt auf kalten Entzug zu setzen.

    • ...nun warten wir ein paar Wochen noch ab....dann werden wir nicht nur über Corona sondern auch über empfindlichen Wassermangel reden....Klimawandel und Corona haben eine große Gemeinsamkeit: Ihre rasend schnelle Ausbreitung in den Dimensionen Raum und Zeit. 250 Jahre für 1,2 Grad Temperaturhub, das ist für das Klima nur ein Wimpernschlag. Die Ökonomen sollte endlich verstehen, dass was die Virologen uns ständig sagen: Exponentielles Wachstum ist nicht beherrschbar....alle scheinen das begriffen zu haben nur Donald Trump und die Ökonomen nicht...naja wenn uns das Virus nicht auf Dauer bremst..der Klimawandel auf jeden Fall.

    • Der Kommentar liest sich wie die Pressemitteilung des BDI. Etwas mehr hätte man erwarten dürfen als derart platten Lobbyismus.

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