Kommentar: Bidens Waterloo in der TV-Debatte – War es das?

Ein amtierender Präsident, der zunehmend überfordert, fahrig, ja senil wirkt. Ein Herausforderer, der eine Charakterschwäche aufweist und es mit der Wahrheit nicht so genau nimmt. Das ist das triste Bild, das die Führungsmacht des freien Westens abgibt. Und dieses Bild manifestierte sich einmal mehr im ersten TV-Duell zwischen dem amtierenden US-Präsidenten Joe Biden und seinem Vorgänger wie möglicherweise Nachfolger Donald Trump vier Monate vor den Präsidentenwahlen.
Der Auftritt Bidens in der Nacht zu Freitag war sein Waterloo – man muss das so hart sagen. Und die Demokraten werden sich die Frage stellen müssen, was das geringere Übel ist: an Biden festzuhalten oder ihn jetzt noch, so knapp vor der Wahl, zu ersetzen.
Beide Optionen stellen aus wahlkampfstrategischer Perspektive der Demokraten ein Desaster dar. Dass es überhaupt so weit kommen konnte, dafür trägt der Präsident selbst die Verantwortung. Er war es, der jegliche Debatte darüber, ob er als 81-Jähriger für das mächtigste Amt der Welt antreten soll, mit Macht unterdrückt hat.