Kommentar: Mit Mercosur können die EU und Südamerika Trump die Stirn bieten

Brüssel hat geschafft, was man ihr schon gar nicht mehr zugetraut hat: Der EU gelang es, massive interne Widerstände ihrer Mitgliedstaaten zu überwinden und die erforderliche qualifizierte Mehrheit für ein Abkommen mit der südamerikanischen Wirtschaftsgemeinschaft zu bekommen. Es war bis zuletzt ein zähes Ringen. Neben Frankreich stimmen Polen, Irland, Österreich und Ungarn gegen das Abkommen – doch es reicht trotzdem.
Doch für die EU, aber auch für Südamerika steht dabei viel mehr auf dem Spiel als nur ein Freihandelsabkommen: Es geht um die Glaubwürdigkeit als internationaler Akteur. Die EU hat nun gezeigt, dass sie trotz ihrer komplizierten Entscheidungswege in der Lage ist, im entscheidenden Moment die erforderliche Stimmenmehrheit zu bekommen.