Kommentar: Schlecht durchdachte Corona-Maßnahmen zerstören Handel und Gastronomie
Viele Fachgeschäfte werden den wochenlangen Lockdown nicht überleben, darunter auch gesunde Unternehmen, die eigentlich eine Perspektive hatten.
Foto: dpaFür den Handel und die Gastronomie sind die jüngsten Corona-Beschlüsse der Kanzlerin und der Ministerpräsidenten nichts anderes als ein weiterer Tiefschlag. Der Großteil der Geschäfte und Restaurants muss weiter geschlossen bleiben. Und das ohne jede Perspektive, wann die Unternehmen wieder Kunden empfangen dürfen. Viele Firmen machen deshalb praktisch keinen Umsatz mehr und stehen wegen fehlender Hilfen vor dem Aus.
Selbst das kleine Fünkchen Hoffnung, das die Runde der Regierungschefs am Dienstag verbreitete, muss in den Ohren der Betroffenen wie Hohn klingen. Eine Arbeitsgruppe, so heißt es im Beschluss, soll bis zum 14. Februar eine „gerechte Öffnungsstrategie“ erarbeiten.
Dabei kann doch gerade von Gerechtigkeit bei der Verteilung der Lasten der Pandemiebekämpfung bisher keine Rede sein. Einzelne Branchen müssen ihren Betrieb praktisch einstellen, andere können fast weiterarbeiten, als wäre nichts passiert.
Ganz selbstverständlich hat die Politik im vergangenen Jahr Restaurants, Friseursalons und Geschäfte schließen lassen – mit der vagen Begründung, es müssten halt die Kontakte der Menschen eingeschränkt werden. Ob diese Orte wirklich die kritischen Punkte der Virusübertragung sind, weiß keiner verlässlich.