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KommentarSchulden treiben den Bitcoin

Die Kryptowährung bietet vor allem einen Vorteil. Sie ist nicht Teil des traditionellen Finanzsystems. Wer sich allerdings Wunder von ihr erwartet, dürfte schwer enttäuscht werden.Frank Wiebe 17.11.2025 - 07:38 Uhr
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Bitcoin-Darstellung: Gute Nerven gefragt. Foto: REUTERS

Um gut 20.000 Dollar ist der Bitcoin innerhalb von zweieinhalb Wochen gefallen und hat dabei den Schwellenwert von 100.000 Dollar nach unten durchstoßen, bis auf rund 96.000 Dollar am Freitag. Das ist nicht der erste Absturz in diesem Jahr, im April lag der Wert kurzzeitig bei nur 76.000 Dollar.

Und geht man weiter zurück, gab es von Herbst 2021 bis Winter 2022 einen Niedergang um rund drei Viertel des Werts auf gut 16.000 Dollar. Bisher hat sich aber auch gezeigt: Er steigt nach einem Einbruch immer wieder an. Trotzdem stellt sich die Frage: Warum sollte man einen derart schwankenden Vermögensgegenstand kaufen?

Getrieben wird der Kurs auch dadurch, dass der Bitcoin von immer mehr Anlegern gekauft wird, die nicht spekulieren, sondern ihr Depot etwas abrunden wollen. Aber das beantwortet nur die Frage, warum Anleger auf diesen Trend aufspringen, nicht, ob er gerechtfertigt ist.

Der Bitcoin hat seit seiner Erfindung 2008 niemals eine große Rolle als Zahlungsmittel gespielt. Eine laufende Rendite bietet er nicht. Anders als Gold kann er auch nicht für industrielle Zwecke genutzt werden.

Die Vision einer Krypto-Finanzwelt, die sich weitgehend auf der Blockchain, der Technik des Bitcoins, abspielt, ist nicht völlig verschwunden, aber bisher keine Konkurrenz zur traditionellen Finanzwelt geworden.

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Letztlich gibt es nur eine Grundlage für die Kryptowährung: dass ihre Menge technisch begrenzt, also gegen Inflation geschützt ist.

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Geht man davon aus, dass das traditionelle Finanzsystem auf längere Sicht etwas Inflation braucht, um die weltweit steigende Staatsverschuldung in den Griff zu bekommen, kann der Bitcoin davon profitieren, nicht Teil dieses Systems zu sein.

Aber niemand sollte anhaltende Wunder erwarten. Außerdem schützen auch Aktien und Immobilien vor Inflation.

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