Kommentar: Trumps Wahlsieg ist kein Unfall – Europa erhält eine Lektion

Wenn US-Demokraten schon beim Sieg in einem Staat wie Kalifornien vor Freude ausflippen, haben sie ein Problem. Ein großes Problem. So geschah es auf der Wahlparty von Kamala Harris in Washington. Als endlich einmal ein Staat an die Demokraten ging, klatschten deren Anhänger demonstrativ.
Doch noch vor Mitternacht Ortszeit verfestigte sich der Trend für Donald Trump, Staat um Staat, Landkreis um Landkreis. US-Medien sehen die Präsidentschaftswahlen als entschieden an. Die USA und der Rest der Welt müssen sich mit seiner Rückkehr ins Weiße Haus abfinden.
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Vermutlich hat Trump sogar den sogenannten „popular vote“ gewonnen, die absolute Zahl der Wähler im Land, die ihm ihre Stimme gaben. Spätestens das beweist: Trumps Wahlsieg ist dieses Mal kein Ausrutscher oder ein Unfall, wie man seinen knappen Sieg 2016 interpretieren konnte.
Damals reichten dem einstigen Außenseiter ein paar Zehntausend Stimmen in einer Handvoll umkämpfter Staaten, um es ins Präsidentenamt zu schaffen. Acht Jahre später ist das Bild ein komplett anderes. Die USA haben sich bewusst für ihn entschieden, und das in vielerlei Hinsicht sehr viel klarer, als die Demokraten kalkuliert hatten.