BMW iX5 Hydrogen: So fährt sich das Wasserstoff-Auto
Düsseldorf. BMW-Chef Oliver Zipse, der stellvertretende bayerische Ministerpräsident Hubert Aiwanger und mein Nachbar haben eines gemeinsam: Sie glauben an Wasserstoff. Während elektrische Testwagen vom Garagennachbar normalerweise mit kritischen Nachfragen überzogen werden, erhält der BMW iX5 Hydrogen schon nach wenigen Minuten ein wohlwollendes Urteil: „Das wird sich durchsetzen.“
Wasserstoff ist für die Kritiker der batteriebetriebenen Elektroautos das Versprechen, dass auch in einer klimaneutralen Zukunft vieles so bleiben kann, wie es heute ist. Getankt wird in wenigen Minuten, die Reichweite ist langstreckentauglich, und auch kaltes Wetter kann dem Auto nichts anhaben. Für BMW-Chef Zipse ist darum klar, dass neben den reinen Elektroautos weltweit auch Wasserstoffautos gebraucht werden. „Wenn es besser skalierbar ist, wird Wasserstoff das Angesagteste sein, was man fahren kann“, erklärte der BMW-Chef einmal in einem Interview mit der Nachrichtenagentur Bloomberg.
Und genau an dieser Skalierbarkeit arbeiten die Münchener schon einige Jahre. Mit dem BMW Hydrogen 7 hatten die Münchener 2007 ihr erstes Wasserstoffauto gebaut und die Technik schnell wieder verworfen. Heute setzt BMW – wie Partner Toyota und Konkurrent Hyundai – auf die Brennstoffzelle, die aus Sauerstoff und Wasserstoff Energie produzieren soll.