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IAA 2025Diese fünf Konzeptfahrzeuge sollte man kennen

Die IAA erlaubt einen Blick in die automobile Zukunft. Neben den Serienautos werden dort auch spektakuläre Konzeptfahrzeuge gezeigt. Was Audi, Opel oder VW in den kommenden Jahren planen.Mario Hommen 12.09.2025 - 08:50 Uhr Artikel anhören
Audi zeigt auf der IAA einen neuen Sportwagen Concept C. Foto: Audi

München. Für die deutschen Hersteller ist die Zukunft ganz nah: BMW zeigt auf der IAA den iX3, das Elektro-SUV der nächsten Generation. Auch Mercedes will den neuen GLC bald in Serie bringen. Doch auch die sogenannten Konzeptfahrzeuge verdienen auf der IAA einen genauen Blick. Diese Modelle zeigen traditionell, welchen Weg die Hersteller bei Technologie und Design einschlagen. Fünf Neuheiten, die auffallen.

VW ID. Cross Concept – Wolfsburgs neues Gesicht

Mit dem ID. Cross Concept gibt Volkswagen einen Ausblick auf ein ab 2027 verfügbares Elektro-SUV, das sich größentechnisch zwischen Kleinwagen-Segment und Kompaktklasse positionieren soll. Mit einer Länge von 4,16 Meter entspricht der Fünftürer dem Format des aktuellen VW T-Cross – einem der Bestseller von VW.

Offiziell ist der ID. Cross als Designstudie deklariert und verrät einiges über die Designsprache neuer VW-Modelle der kommenden Jahre. „Pure Positive“ wird der neue Look genannt, der auf eine freundliche und sympathische Ausstrahlung setzt. So vermittelt die dreidimensionale Lichtsignatur in der Front, die mittig ein illuminiertes VW-Logo trägt, den Eindruck, das Auto würde lächeln.

Der ID. Cross wirkt schick und robust zugleich. Foto: VW

Zudem greift das Modell einige Design-Zitate aus der VW-Vergangenheit auf. So trägt der Cross in seinen C-Säulen Zitate von Golf und Bulli. Charakteristisch sind zudem der dunkle Grünton „Urban Jungle“ sowie 21-Zoll-Leichtmetallräder mit Inlays, deren Streifenmuster die exklusiv designten Reifen aufgreifen.

Die SUV-Studie setzt auf ein stadttaugliches Format, zugleich soll sie auch als Reiseauto einsetzbar sein. 2,60 Meter Radstand versprechen ein gutes Platzangebot für bis zu fünf Personen. Das Cockpit des Cross präsentiert sich aufgeräumt und digital. Das Instrumentenpanel kommt auf 11, der Touchscreen auf 13 Zoll Durchmesser. VW verspricht selbsterklärende Menüstrukturen, natürliche Sprachsteuerung und Direkttasten sowie hohe Materialqualität und stoffbezogene Oberflächen.

Opel Corsa GSE Vision Gran Turismo – Einer für alle

Opel drückt den neuen Elektro-Corsa unter die 25.000-Euro-Marke. Zumindest die Einstiegsvariante der für 2027/28 erwarteten neuen Generation des Kleinwagens soll das psychologisch wichtige Limit unterbieten, wie Opel-Chef Florian Huettl nun angekündigt hat. Die dann siebte Auflage des zuletzt wichtigsten Modells der Marke in Deutschland dürfte auf der für E-Autos ausgelegten STLA-Small-Plattform basieren.

Opel zeigt auf der IAA in München die spektakuläre Kleinwagen-Studie Corsa GSE Vision Gran Turismo Foto: Opel

Einen ersten Ausblick auf den neuen Kleinwagen gibt Opel auf der IAA mit der Studie Corsa GSE Vision Gran Turismo. Das Konzeptfahrzeug soll das Potenzial des Corsa als Alltagsauto und Hypercar ausloten und dazu „einen klaren Ausblick auf die Zukunft“ eröffnen, wie es Huettl ausdrückt. Besonders bei der Lichtsignatur und beim „Gesicht“ der Studie haben die Designer reihenweise Hinweise auf künftige Serienmodelle eingebaut.

Mit einem Preis unter 25.000 Euro tritt der elektrische Corsa direkt gegen den VW ID.Polo an, der auf der IAA in einer seriennahen Variante zu sehen ist. Aktuell ist dieses Segment noch kaum bevölkert; mit Autos wie dem Dacia Spring, dem Citroen e-C3 und dem Hyundai Inster sind die meisten verfügbaren Modelle eher dem Kleinstwagen-Segment verhaftet.

Audi Concept C – Der TT der Zukunft

Audi gibt mit dem Concept C einen Ausblick auf seine neue Designsprache und einen künftigen Sportwagen. Die Studie, die Designchef Massimo Frascella jetzt im Vorfeld der IAA vorgestellt hat, soll in zwei Jahren weitgehend unverändert auf die Straße kommen.

Das neue Design-Motto der Ingolstädter lautet „radikal einfach“ und sorgt für einen entsprechend puristischen Auftritt. Das mattsilberne Coupé nimmt Gestaltungselemente des ausgelaufenen TT auf, erinnert aber auch an die Rennwagen der 1930er.

Autoindustrie

Ein neuer „TT-Moment“? Audi enthüllt mit dem Concept C sein Gesicht der Zukunft

Charakteristisch sind ein hochkantiger, rechteckiger Rahmen mit den vier Ringen, eine neue Lichtsignatur mit vier horizontalen Elementen vorn und hinten sowie Technikmodule für künftige Assistenz- und Lichtsysteme. Eine Heckscheibe fehlt; stattdessen sitzt eine Rückfahrkamera in einer der drei Kiemen.

Der Antrieb wird elektrisch, wahrscheinlich mit Allrad. Das Dach ist als zweiteiliges, elektrisch einfahrbares Hardtop ausgelegt, so dass auch Targa-Gefühl aufkommt. Innen setzt Audi auf „Shy Tech“: reduzierte Displays, mechanische Schalter aus eloxiertem Aluminium und edle Materialien wie Aluminium, Titan und Holz.

Avatr Vision Xpectra – Luxus von einem anderen Stern

Abgehoben, extravagant, raffiniert – alle diese Attribute passen gut zur jüngsten Kreation der weiß-blauen Design-Crew von Avatr. Die Tochter des chinesischen Autoherstellers Changan, an der auch Akku-Produzent CATL beteiligt ist und bei der Huawei als wichtigster Technologiepartner agiert, steht für automobile Avantgarde.

Schmale Leuchten, beeindruckender Bug: Der Vision Xpectra von Avatr soll emotionalen Luxus auf Rädern verkörpern. Foto: Avatr

So, wie er jetzt in der Utopia-Halle im Münchner Norden vorgestellt wurde, wird der Xpectra wohl auch eine Utopie bleiben. Die extrem flache, breite und lange, viersitzige Sportlimousine steckt voller Details, die zwar neu und aufregend aussehen, denen man aber nicht unbedingt Chancen für eine Serienproduktion einräumt.

Gemeint sind etwa aufblasbare, durchsichtige Kopfstützen, ein transparentes Display und Lenkrad oder eine durchsichtige Zentralkonsole. Sie sollen den Innenraum der Studie im Verein mit dynamischem Ambientelicht zu einer Art reaktionsfähiger Kapsel machen.

Auch die Außenhaut reagiert auf die Annäherung des Xpectra-Eigners mit einer programmierbaren Licht-Show. Das soll die emotionale Verbundenheit zwischen Mensch und Maschine verstärken. Die prismatische Glaskabine ist von Kristallen inspiriert und ermöglicht einen guten Rundumblick, die Türen sind gegenläufig angeschlagen, dadurch ist die B-Säule überflüssig. Zu den technischen Details äußerte sich Avatr bei der Enthüllungs-Zeremonie noch nicht. Klar ist, dass auch hier Huawei die komplette Hard- und Software für autonomes Fahren, für die Infotainment-Systeme und den Antrieb zuständig ist

BMW Vision CE – So könnte der C1 zurückkommen

BMW zeigt auf der IAA mit dem „Vision CE“ ein Elektroroller-Konzept, bei dem das Sicherheitszellen-Prinzip des legendären „C1” aus den Nullerjahren neu interpretiert wird.

Basis ist der seit 2022 im Programm befindliche Serienroller CE 04. Wie dieses Modell wirkt auch das Konzept gestreckt und bullig. Einige Detailmodifikationen lassen das Fahrzeug etwas futuristischer und robuster erscheinen. Der entscheidende Unterschied ist jedoch die Sitzkonstruktion: Anstelle einer Doppelsitzbank gibt es einen Einzelsitz mit Lehne, Gurtsystem und Kopfstütze. Darüber spannt sich eine offene Sicherheitszelle aus zwei Rohrelementen. Wie beim C1 soll diese Konstruktion den Fahrer bei einem Sturz in einem Schutzraum halten.

Mit dem Vision CE weckt BMW ein weiteres Mal die Hoffnung auf ein Comeback des C1. Foto: BMW
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Als technische Besonderheit verfügt der Vision CE über eine Ausgleichsfunktion, die das Fahrzeug im Stand stabilisieren soll. Somit muss der Fahrer bei Ampelstopps nicht die Füße absetzen. Beim Antrieb dürfte die bekannte Technik des CE 04 zum Einsatz kommen. Diese bietet in der Topversion einen Elektromotor mit 15 kW/20 PS Dauer- und 31 kW/42 PS Spitzenleistung sowie einen 9-kWh-Akku. Damit fährt der CE 04 bis zu 120 km/h schnell und bis zu 130 Kilometer weit. Ob der Vision CE nur ein Showstück bleibt oder als Vorbote einer Neuauflage des C1 gedacht ist, lässt BMW offen.

Erstpublikation: 08.09.2025, 11:14 Uhr.

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