Nutzfahrzeugmesse: 800 Kilometer Tagesreichweite: Elektro-Lkw dominieren auf der IAA
In zwei Jahren soll der Elektro-Lkw erstmals ausgeliefert werden.
Foto: BloombergHannover. In Halle 12 steht die Zukunft des Güterverkehrs: MAN präsentiert auf der Nutzfahrzeugmesse in Hannover seinen neuen eTruck. Ein rein batteriegetriebenes Gefährt mit 800 Kilometern Tagesreichweite, das in zwei Jahren erstmals an Kunden ausgeliefert werden soll. Mercedes in Halle 19 ist mit seinem Batterie-Lkw schon einen Schritt weiter: Mit Amazon und Rhenus Transport stehen bereits die ersten Abnehmer für den „eActros Longhaul“ fest.
Auf der IAA Transportation zeigen die wichtigsten Nutzfahrzeughersteller, wie der Güterverkehr ohne Dieselmotor aussehen soll. Dabei wird immer klarer: Die Batterie wird sich als Antriebsart stärker durchsetzen; die wasserstoffbasierte Brennstoffzelle wird es schwerer haben. Sicher ist: Die Lkw-Industrie ist unter Druck. Nach den aktuellen EU-Vorgaben muss sie den CO2-Ausstoß ihrer Flotten bis 2025 um 15 Prozent reduzieren, für 2030 sind 30 Prozent im Gespräch. Ohne neue Antriebe ist das nicht zu schaffen.
„Die Elektrifizierung wird real. Das zeigt diese IAA in Hannover“, sagt Karin Radström, Markenchefin bei Daimler Truck. Speziell für die städtischen Verteilerverkehre und entsprechend kürzere Reichweiten seien die elektrischen Lastwagen schon verfügbar. Im zweiten Schritt kämen jetzt auch die Batterie-Lkw im Fernverkehr auf der Langstrecke dazu. „Die Produkte sind fertig“, sagte die Schwedin, die seit dem vergangenen Jahr im Vorstand von Daimler Truck sitzt.