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Hohe GebrauchtwagenpreiseSo deutet sich der Umschwung an

Gebrauchtwagen sind derzeit außergewöhnlich teuer. Doch der Trend kehrt sich langsam wieder um. Vor allem kleine Autos erzielen weiterhin hohe Preise. 26.10.2023 - 09:14 Uhr Artikel anhören

Der große Preisboom bei Gebrauchtwagen scheint vorbei zu sein.

Foto: dpa

München/Ostfildern. Die Preise für Gebrauchtwagen sind in den vergangenen Jahren extrem gestiegen - doch die Trendwende könnte bereits begonnen haben. Darauf deuten Daten des Marktbeobachters DAT hin. Im September lagen die prozentualen Restwerte dreijähriger Gebrauchtwagen demnach in den meisten Fahrzeugsegmenten nicht mehr so stark über den Vorjahreswerten wie noch im August oder Juli.

„In einzelnen Segmenten fängt es an“, heißt es von der DAT. Der Höhenflug der Preise aus 2021 und 2022 sei vorbei. Dort beobachtet man inzwischen auch ein auseinanderdriften der Angebots- und der Transaktionspreise. Während es in den letzten Jahren so gut wie keinen Rabatt gegeben habe, ändere sich das seit Jahresmitte wieder.

„Wir hatten in den letzten zwei Jahren eine enorme Mangellage“, sagt ein Sprecher der DAT. Weil durch Corona und Materialmangel weniger Neuwagen gebaut wurden, fehlten in der Folge junge Gebrauchte. Zudem wichen potenzielle Neuwagenkäufer teilweise auf Gebrauchte aus, was die Nachfrage erhöhte.

Gebrauchtwagen: Kunden sind beim Autokauf zurückhaltender

Inzwischen habe sich die Lage geändert und die Höfe der Händler würden wieder voller. Hinzu komme: „Die Leute sind sehr zurückhaltend beim Autokauf und halten das Geld zusammen.“ Dazu passen auch jüngst von AutoScout24 veröffentlichte Beobachtungen, denen zufolge die Autos inzwischen wieder länger auf den Höfen der Händler stehen.

Dazu passt auch die große Ausnahme unter den Segmenten: Bei Minicars und Kleinwagen weist die Restwertkurve der DAT weiter klar nach oben. Ein typisches drei Jahre altes Auto aus diesem Segment wurde im September im Schnitt für 74,3 Prozent des Neupreises verkauft. Das sind vier Prozentpunkte mehr als noch zu Jahresbeginn. Ein Grund dafür: Das Angebot ist derzeit eher klein.

Erstpublikation: 24.10.2023, 07:20 Uhr.

dpa
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