Verteidigung: Flagge zeigen gegen China – Darum übt die Bundeswehr im Indopazifik
Berlin, Varanasi. Elf Milliarden Barrel Öl und 190 Billionen Kubikfuß Erdgas sollen unter dem Südchinesischen Meer liegen. Einige der meistbefahrenen Handelsstraßen der Welt führen über die Region, die frei zugänglich bleiben soll – allerdings beansprucht China weite Teile des Gebiets für sich.
Immer offensiver versucht Peking, seine Ansprüche in der Meeresregion durchzusetzen. Dabei hatte das Internationale Schiedsgericht in Den Haag der Volksrepublik jegliche Hoheitsrechte bereits 2016 abgesprochen.
Die Anrainerstaaten, aber auch die USA und ihre europäischen Verbündeten, sehen Chinas Machtstreben in der Meeresregion und im gesamten Indopazifik zunehmend mit Sorge. Und das nicht zuletzt aus wirtschaftlichen Erwägungen: Sollte es im Zuge eines Konflikts zu einer Blockade der Handelswege kommen, hätte das fatale Folgen für die Weltwirtschaft.
Der Indopazifik sei eine der zentralen Regionen für Sicherheit und Wohlstand im 21. Jahrhundert, betonte Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) im vergangenen Jahr beim Shangri-La-Dialog, einer Sicherheitskonferenz in Singapur. Er sagte: „Eine Vernachlässigung dieser Region können wir uns nicht erlauben.“ Und in der Nationalen Sicherheitsstrategie heißt es: „Global bleibt auch der Indopazifik für Deutschland und Europa von besonderer Bedeutung.“