1. Startseite
  2. Politik
  3. Deutschland
  4. Spahn warnt vor Übermut bei Corona-Lockerungen: „Entweder man wird geimpft, oder man wird infiziert“

Aktuelle CoronalageSpahn warnt vor Übermut bei Corona-Lockerungen: „Entweder man wird geimpft, oder man wird infiziert“

Die bundesweite Inzidenz nähert sich langsam dem Wert 100. Bei Öffnungsschritten müsse jedoch besonders umsichtig gehandelt werden, mahnen Spahn und Wieler. 12.05.2021 - 13:35 Uhr Artikel anhören

Besonders Spahn und Wieler warben eindringlich für eine Impfung

Foto: dpa

Berlin. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat trotz der aktuell zu verzeichnenden leichten Entspannung in der Coronalage zu weiterer Vorsicht gemahnt. Mit sinkenden Infektionszahlen und auf den Intensivstationen gehe „alles in die richtige Richtung“, sagte der Politiker am Mittwoch in Berlin auf einer Pressekonferenz, an der auch Bundesforschungsministerin Anja Karliczek und der Präsident des Robert Koch-Instituts, Lothar Wieler, teilnahmen. Es gelte nun aber, sehr aufzupassen, dass Zuversicht nicht zu Übermut werde und es kein Zuviel an Kontakten und Lockerungen gebe.

Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz nähert sich bei sinkenden Fallzahlen nun der Schwelle von 100. Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner lag laut Robert Koch-Institut (RKI) am Mittwoch bei 107,8 - am Vortag noch bei 115,4.

Die Schwelle von 100 ist in der sogenannten Bundesnotbremse für besonders hohes Infektionsgeschehen genannt - wird sie in einer Region für mehrere Tage über- oder unterschritten, müssen schärfere Maßnahmen greifen oder können wieder ausgesetzt werden.

Es werde sich erst in den nächsten Wochen entscheiden, ob die Lage auch im Sommer insgesamt besser sei. Auf allen politischen Ebenen sei daher die Bereitschaft nötig, im Fall steigender Infektionen schnell auch wieder Beschränkungen einzuführen und nicht lange zu warten.

Wie Spahn sagte, beschloss das Kabinett erstmals bundeseinheitliche Regeln für Einreisen nach Deutschland, nachdem es bisher Verordnungen der Länder gab. Demnach sollen unter anderem für vollständig Geimpfte und Genesene Testpflichten und Quarantänevorgaben wegfallen - es sei denn man kommt aus einem Gebiet mit ansteckenderen Virus-Varianten.

Förderprogramm über 300 Millionen Euro

Spahn und Wieler warben eindringlich für eine Impfung. „Jeder wird dieses Virus erleben“, so Spahn. „Entweder man wird geimpft, oder man wird infiziert.“ Eine Impfung sei der bessere Weg, mahnen der Minister und auch Wieler.

Bundesforschungsministerin Anja Karliczek hat auf der Pressekonferenz zudem ein neues Förderprogramm zur Entwicklung von Covid-19-Medikamenten in Höhe von 300 Millionen Euro angekündigt. Damit werde die klinische Entwicklung bis zur Zulassung neuer Arzneimittel gefördert, sagte die CDU-Politikerin.

Verwandte Themen
Anja Karliczek
Deutschland
Berlin
Coronavirus
Rund zehn Prozent der deutschen Bevölkerung sind vollständig geimpft. Zur Eindämmung des Coronavirus wird dem RKI-Präsidenten zufolge jedoch eine Quote von 80 Prozent benötigt. Besonders bei jüngeren Altersgruppen sieht Wieler noch „Luft nach oben“.

Dies sei notwendig für eine spätere Zulassung. Die Entwicklung dieser Medikamente sei „äußerst kostenintensiv“ und könne von den beteiligten Unternehmen oft nicht alleine getragen werden. Mit der gemeinsamen Förderung von Forschungs- und Gesundheitsministerium sollten Herstellungskapazitäten am Standort Deutschland „aufgebaut und ausgeweitet“ werden.

dpa
Mehr zum Thema
Unsere Partner
Anzeige
remind.me
Jetziges Strom-/Gaspreistief nutzen, bevor die Preise wieder steigen
Anzeige
Homeday
Immobilienbewertung von Homeday - kostenlos, unverbindlich & schnell
Anzeige
IT Boltwise
Fachmagazin in Deutschland mit Fokus auf Künstliche Intelligenz und Robotik
Anzeige
Presseportal
Direkt hier lesen!
Anzeige
STELLENMARKT
Mit unserem Karriere-Portal den Traumjob finden
Anzeige
Expertentesten.de
Produktvergleich - schnell zum besten Produkt