Beitragsbemessungsgrenze: So teuer werden die höheren Sozialbeiträge für Gutverdiener
Berlin. Beschäftigte mit höheren Einkommen müssen sich auf deutlich steigende Sozialabgaben einstellen. Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) will im kommenden Jahr die Beitragsbemessungsgrenze für die Sozialversicherungen stark anheben. Das geht aus einem Verordnungsentwurf seines Ministeriums hervor, der dem Handelsblatt vorliegt. Zuerst hatte die „Bild“-Zeitung darüber berichtet.
Die Beitragsbemessungsgrenzen legen fest, bis zu welcher Gehaltshöhe Beiträge für die Sozialversicherungen gezahlt werden müssen. Für den Anteil des Einkommens, der über diesen Bemessungsgrenzen liegt, werden keine Beiträge fällig.
Je höher die Werte liegen, desto mehr Sozialbeiträge müssen Gutverdiener zahlen. Die Grenzen werden jährlich anhand der Lohnentwicklung angepasst. „Aufgrund der sehr guten Lohnentwicklung von deutschlandweit 6,44 Prozent im vergangenen Jahr steigen die Rechengrößen der Sozialversicherung im Jahr 2025 vergleichsweise stark“, hieß es im Arbeitsministerium.
Regierung will Grenze auf 8050 Euro anheben
Aktuell werden in der Rentenversicherung in westdeutschen Bundesländern Beiträge bis zu einem monatlichen Einkommen von 7550 Euro fällig, in ostdeutschen Ländern bis zu 7450 Euro. Der Referentenentwurf des Arbeitsministeriums sieht vor, die Grenze nun einheitlich auf 8050 Euro anzuheben.