Bundestagswahl: Merz legt bei AfD-Anhängern zweistellig zu
Düsseldorf. Der Unions-Kanzlerkandidat Friedrich Merz hat nach den Abstimmungen von CDU/CSU mit der AfD seine Beliebtheit unter den Anhängern der teils gesichert rechtsextremen Partei gesteigert. Im neuen ARD-Deutschlandtrend kommt der CDU-Politiker in dieser Gruppe auf eine Zustimmung von 29 Prozent. In der Vorwoche waren es noch 17 Prozent.
Auch unter den Anhängern von CDU und CSU legte Merz zu: Von 75 Prozent in der vergangenen Woche auf 78 Prozent in dieser Woche. Unter allen Befragten gaben 32 Prozent an, mit der Arbeit des Unionskandidaten zufrieden zu sein, ein Plus von vier Prozentpunkten.
Ein Antrag der Unionsfraktion für eine härtere Migrationspolitik hatte mit den Stimmen der AfD die Mehrheit im Bundestag erlangt. Auch für den Entwurf zum „Zustrombegrenzungsgesetz“ stimmte die Partei, das Gesetz scheiterte aber letztlich.
Umfrage: Union liegt vorne
Für den Deutschlandtrend befragte Infratest Dimap von 3. bis zum 5. Februar 1302 Personen. Umfragen sind immer mit Unsicherheit behaftet und bilden nur eine Momentaufnahme ab.
Der Umfrage zufolge überzeugt aktuell keiner der Kanzlerkandidatinnen oder Kanzlerkandidaten eine Mehrheit der Bevölkerung.
- Robert Habeck (Grüne), kommt auf 27 Prozent (-2 im Vergleich zur Vorwoche).
- Olaf Scholz (SPD) erreicht 23 Prozent (-1 im Wochenvergleich).
- Christian Lindner (FDP) legt auf 23 Prozent zu (Zuwachs von 6 Prozentpunkten). Auch die FDP stimmte mit Union und AfD.
- Mit Alice Weidel sind unverändert 22 Prozent zufrieden.
- Sahra Wagenknecht erreicht 20 Prozent (-1).
Wäre schon am Sonntag Bundestagswahl, würden 31 Prozent der Wählerinnen und Wähler für die Union stimmen, für die AfD 21 Prozent. Das ist ein Zuwachs von je einem Prozentpunkt.
Die Grünen kommen im Deutschlandtrend auf 14 Prozent, in der Vorwoche waren es 15 Prozent. SPD (15 Prozent), Linke (5 Prozent) sowie FDP und BSW (je 4 Prozent) blieben demnach unverändert.
Im aktuellen RTL/ntv-Trendbarometer zeigte sich ein anderes Bild. Dort verlor die Union nach den Abstimmungen mit der AfD zwei Prozentpunkte auf 28 Prozent. In der jüngsten Yougov-Umfrage bleibt sie stabil bei 29 Prozent.