Bundestagswahl: So lief die erste Viererrunde mit Scholz, Merz, Habeck und Weidel
Berlin. Zehn Tage vor der Bundestagswahl sind die Kanzlerkandidaten von Union, AfD, SPD und Grünen am Donnerstagabend erstmals gemeinsam in einer Fernsehsendung aufgetreten.
Um bei all den Duellen, Triells und Quadrellen nicht den Überblick zu verlieren, hier das Format kurz erklärt: Das ZDF lud Olaf Scholz (SPD), Friedrich Merz (CDU), Alice Weidel (AfD) und Robert Habeck (Grüne) ein, sich jeweils 30 Minuten Bürgerfragen zu stellen. Die Kandidaten, die aufeinander folgen, begegnen sich dabei kurz.
Das Handelsblatt gibt einen Überblick über die wichtigsten Aussagen der Fragerunden.
Das war die Ausgangslage
Hinter den Kandidaten lagen aufwühlende Stunden. In München war wenige Stunden zuvor ein Migrant aus Afghanistan durch eine Menschenmenge gefahren und hatte dabei 30 Menschen verletzt. Kurz vor der Sendung wurden neue Umfragen bekannt, etwa vom Institut Allensbach.
Demnach sinkt die Union um zwei Punkte auf 32 Prozent, auch die SPD fällt um zwei Punkte auf 15 Prozent, die AfD kommt auf 20 und die Grünen auf 13 Prozent. Die zuvor von der Union erhobenen Rassismusvorwürfe gegen Kanzler Scholz spielten in der Sendung keine Rolle. Er hatte auf einer privaten Feier vor elf Tagen den CDU-Politiker Joe Chialo als „Hofnarr“ und „Feigenblatt“ bezeichnet.