Deutsch-russische Gaspipeline: Sieben Hürden, an denen Nord Stream 2 noch scheitern könnte
Die größte Hürde für die Pipeline ist die europäische Gasrichtlinie.
Foto: Getty ImagesBrüssel. Ende August ist es so weit: Dann soll die umstrittene Gaspipeline Nordstream 2 fertiggestellt sein, damit sie schon Ende des Jahres in Betrieb gehen kann. Eine „vollendete Tatsache“, wie US-Außenminister Antony Blinken das Projekt im Juli nannte, als die USA nach zähen Verhandlungen zustimmten, ihre Sanktionen gegen die Pipeline fallen zu lassen, ist Nord Stream 2 aber mitnichten.
Denn auch kurz vor der Fertigstellung ist unklar, ob die 9,5 Milliarden Euro teure Pipeline, die russisches Gas nach Europa bringen soll, wirklich in Betrieb gehen wird. Diese sieben Hürden könnten den Start des Projekts verhindern.
Hürde 1: Die europäische Gasrichtlinie
Die höchste Hürde für Nord Stream 2 stellt das europäische Recht dar. Die Gasrichtlinie, in deren Einklang das Projekt noch genehmigt werden muss, wurde vor zwei Jahren extra wegen Nord Stream 2 verschärft. Zwar sind es deutsche Behörden, die das Projekt genehmigen. Die EU-Kommission als „Hüterin der EU-Verträge“ beaufsichtigt allerdings, ob alles mit rechten Dingen zugeht. Und sie kann eingreifen, wenn sie Bedenken hat.