Solar und Windkraft: Kann Deutschland die Energiewende noch schaffen?
Der Ausbau der Erneuerbaren soll in Deutschland massiv beschleunigt werden.
Foto: Paul Langrock/Zenit/laifBerlin, Düsseldorf. Zuschüsse zu den Betriebskosten, staatliche Abnahmegarantien und ein Comeback der Solarindustrie: In einem 103-seitigen Papier, das dem Handelsblatt vorliegt, schlägt die bundeseigene Deutsche Energie-Agentur (Dena) einen staatlichen Kraftakt für den Ausbau erneuerbarer Energien vor. Das Papier hat die Dena für das Bundeswirtschaftsministerium erstellt. Minister Robert Habeck (Grüne) hat bei einem Branchentreffen vergangene Woche bereits signalisiert, dass er Teile der Forderungen aufnehmen will.
So soll Deutschland die selbst gesteckten Ziele beim Ausbau von Windkraft und Solarenergie doch noch erreichen. Wirtschaftsministerium und Dena haben im Dialog mit 50 Branchenvertretern konkrete Schritte erarbeitet, wie Deutschland und Europa beim Bau von Windrädern, Photovoltaikanlagen und Stromnetzen unabhängig von anderen Ländern werden können. Das Papier mit dem Titel „Eckpunkte einer industriepolitischen Strategie für erneuerbare Energien und Stromnetze“ fordert damit einen Paradigmenwechsel in der Energiepolitik.
Demnach sind die ehrgeizigen Ausbauziele der Bundesregierung nur erreichbar, wenn die Technologie für die Energiewende zumindest zu einem großen Teil im Land produziert wird. Deutschland soll also nicht mehr, wie etwa derzeit in der Solartechnologie, abhängig sein von Ländern wie China.