Energiewende im Gebäudesektor: Problemfall Altbau: Was Mieter und Vermieter bei der Sanierung erwartet
Klimaschutz im Altbau: Wie kann eine energiesparende Wärmeversorgung gelingen?
Foto: imago images/Sabine GudathBerlin. Ein „annähernd klimaneutraler Gebäudebestand bis 2050“ taucht erstmals im Energiekonzept der Bundesregierung vom 28. September 2010 als offizielles politisches Ziel auf. Seitdem sind Milliarden Euro in die energetische Sanierung von Gebäuden geflossen. Dem Ziel ist man allerdings nur ein sehr kleines Stück näher gekommen, die vergangene Dekade war eine verlorene.
Laut Umweltbundesamt betrugen die CO2-Emissionen des Gebäudesektors 2011 in Deutschland 128 Millionen Tonnen – 2019 waren es 123 Millionen Tonnen. Mitte März wird das Umweltbundesamt die Zahlen für 2020 präsentieren. Ein Durchbruch ist nicht zu erwarten.
„Es wird sehr schwer, das Ziel eines klimaneutralen Gebäudebestandes bis 2050 zu erreichen. Mit der aktuellen Sanierungsrate von einem Prozent jährlich, die wir seit Langem in Deutschland verzeichnen, scheitern wir auf jeden Fall“, sagte Rolf Buch, Vorstandschef des Wohnungskonzerns Vonovia, dem Handelsblatt.
Nach Buchs Überzeugung wird sich die Wohnungswirtschaft bewegen müssen: „Die Immobilienbranche sollte sich nicht auf das Eigentumsrecht zurückziehen. Der Kampf gegen den Klimawandel ist nicht nur politisch gewollt, sondern auch gesellschaftlich geboten.“