Energiewende: Warten aufs Wasserstoff-Netz: Mit diesem Plan soll der Ausbau endlich gelingen
Wasserstoff an der Tanksäule einer noch nicht in Betrieb gegangenen Wasserstofftankstelle.
Foto: dpaBerlin. Zukunftstechnologie ohne Rückenwind: Investitionen in deutsche Wasserstoff-Netze gibt es bisher kaum. Die Netzbetreiber scheuen sich Geld zu investieren und potenzielle Netzkunden fürchten abschreckend hohe Netzentgelte. Auf dem Papier existieren schon Pläne, wie das Wasserstoffnetz ausgebaut werden kann. Der Verband der Ferngasleitungsbetreiber, FNB Gas, hatte im Januar 2020 seine Pläne für ein „Visionäres Wasserstoffnetz“ vorgestellt – mit einer Gesamtlänge von bis zu 5900 Kilometern, zu 90 Prozent aus umgewidmeten Erdgasleitungen bestehend.
Doch noch ist das Theorie. Die Betreiber der Gasnetze kritisieren, dass die staatliche Netzregulierung den Aufbau einer Leitungsinfrastruktur für Wasserstoff verhindere. Die noch von der Großen Koalition beschlossene Regulierung für Wasserstoffnetze sieht vor, dass allein die Kunden der Wasserstoffnetze über ihre Netzentgelte den Ausbau und Betrieb der Leitungen finanzieren.
Ein neuer Plan könnte aus dem „visionären Wasserstoffnetz“ bald Realität werden lassen. Die bundeseigene Deutsche Energie-Agentur (Dena) hat einen neuen Vorschlag, um Investitionen in das Wasserstoffnetz anzureizen. Politik und Branche reagieren positiv.