EU-Gesetze: „Das ist die Hölle“ – Bürokratie trifft deutsche Duschköpfe
Schiltach. Franziska Brantner betritt das „Strahllabor“. Eine Grüne im Atomkraftwerk? Nein. Mit Kernkraft hat das hier nichts zu tun. Sondern mit waschechten Wasserstrahlen. Der Duscharmaturen-Hersteller Hansgrohe testet in seinem Labor am Hauptsitz im baden-württembergischen Schiltach Verbrauch, Langlebigkeit und Sound seiner Brausen.
Schiltach mit seinen 3500 Einwohnern könnte malerischer kaum sein, lauter Fachwerkhäuschen säumen das Tal zwischen den Hügeln im Schwarzwald. Seit mehr als 100 Jahren residiert hier Hansgrohe.
Wenn nicht gerade die Grünen-Chefin zu Besuch ist, ist die große Politik ganz weit weg. Könnte man meinen. Doch Brantner bekommt in ihren Gesprächen gespiegelt, wie nah Berlin und gerade Brüssel hier doch sind. Vielmehr: Wie schwer Berlin und Brüssel ihnen hier bei Hansgrohe das Leben machen.
Hahn auf, Wasser raus. Was gibt es da für den Staat zu regulieren? Eine ganze Menge, wie Fiona Félix, Politikchefin bei Hansgrohe, und Nicole Michels, verantwortlich für Compliance, vortragen.
Das Beispiel Hansgrohe ist ein besonderer Fall, der nicht nur von Bürokratielasten handelt, sondern auch von damit verbundenen Blockaden jener Ziele, die die Politik den Unternehmen selbst auferlegt hat.