FDP-Parteitag: Angebliche Angst der Wähler vor Schwarz-Grün soll FDP retten
Potsdam. Robert Habeck (Grüne) war omnipräsent auf dem außerordentlichen FDP-Parteitag am Sonntag in Potsdam. In fast jeder Rede nahm der grüne Bundeswirtschaftsminister eine zentrale Rolle ein. „Robert Habeck ist die größte Wachstumsbremse in unserem Land“, gab FDP-Chef Christian Lindner unter großem Applaus die Tonlage vor.
Zwei Wochen vor der Bundestagswahl schwören sich die Liberalen auf den Endspurt des Wahlkampfs ein. Und die Sorge offenbar vieler Wähler vor einer schwarz-grünen Koalition und einem Wirtschaftsminister Habeck im Kabinett von Friedrich Merz soll den freien Demokraten auf den letzten Metern die notwendigen Stimmen für das politische Überleben sichern.
Seit Monaten verharren die Liberalen in den Umfragewerten bei vier Prozent – und würden damit den Wiedereinzug in den Bundestag verpassen. Doch obwohl die FDP mit der Fünfprozenthürde kämpft, geht es beim Parteitag viel um Koalitionsoptionen.
„Lindner oder Habeck im Kabinett, das ist die entscheidende Frage im Wahlkampf“, betonte der FDP-Chef. Die Wirtschaftspolitik des Grünen werde von Wirtschaftsvertretern nicht als Chance, sondern Standortrisiko begriffen. Habeck habe nichts weiter anzubieten als „cremige Wohlfühlparolen“. Und weiter: Wenn es die FDP in den Bundestag schaffe, sei Schwarz-Grün rein rechnerisch ausgeschlossen. „Das ist ein Grund, die FDP zu wählen“, resümierte Lindner.