Grüne: Wie Robert Habeck die Grünen aus der Krise retten will
Berlin. Es ist 12.03 Uhr am Mittwochmittag, als zwei schwarze, gepanzerte Limousinen am „Platz vor dem Neuen Tor“ im Berliner Regierungsviertel an einer Ampel stehen. Auf dem Rücksitz eines dieser beiden Fahrzeuge: Robert Habeck, der gerade aus dem Kanzleramt von der Kabinettssitzung zurückkehrt.
Zu seiner Rechten kann er auf ein gelb-grünes Gebäude blicken. Es ist die Zentrale seiner Partei. Dort sitzen zeitgleich in einem der oberen Stockwerke die Noch-Parteichefs Ricarda Lang und Omid Nouripour und beraten, wie es jetzt weitergeht.
Eineinhalb Stunden zuvor haben die beiden ihren Rücktritt angekündigt und damit die Konsequenzen aus den herben Wahlniederlagen der vergangenen Wochen gezogen. Doch an diesem Mittwoch geht es um mehr als nur um Personalentscheidungen.
Der Rücktritt ist vielleicht Habecks letzte Chance, doch noch eine kleine Hoffnung darauf aufrechtzuerhalten, dass seine unmögliche Mission gelingt: die Grünen raus aus der Krise, raus aus der teils hasserfüllten Kritik und gegen alle Widerstände rein ins Kanzleramt zu führen.