Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Hochschulbarometer des Stifterverbandes Hochschulen verlieren Corona-bedingt an Internationalität

Die Unis sehen Nachholbedarf bei der Vermittlung von digitalen Fähigkeiten für Ingenieure, aber auch für Biologen und Mediziner. Die Coronakrise beeinträchtigt die internationalen Kooperationen.
19.11.2020 - 09:31 Uhr Kommentieren
Studenten an der Universität Hohenheim mit Mund-Nasen-Schutz. Quelle: dpa
Hörsaal in Corona-Zeiten

Studenten an der Universität Hohenheim mit Mund-Nasen-Schutz.

(Foto: dpa)

Berlin Ganz anders als die Schulen sind die Hochschulen mit der Lehre den Sommer über überraschend gut durch die Coronakrise gekommen. Das Onlinestudium klappt weit besser als der Distanzunterricht in den Schulen. Die Hochschulen fürchten allerdings erhebliche Einbrüche bei den für die Wissenschaft so essenziellen internationalen Kontakten: Zwei von drei Hochschulen erwarten einen Rückgang bei ihren weltweiten Kooperationen. Das zeigt das neue Hochschulbarometer des Stifterverbandes, das dem Handelsblatt vorliegt. 

Auch sind die internationalen Studenten teilweise massenhaft ausgeblieben, weil sie Corona-bedingt nicht ausreisen konnten. Für das soeben angelaufene Wintersemester gibt es noch keine Gesamtzahlen, die ersten Einzelmeldungen lassen aber erwarten, dass ausländische Studenten in großer Zahl ausbleiben. 

Massiven Nachholbedarf sehen die befragten Hochschulchefs generell bei der Vorbereitung ihrer Studierenden auf die digitale Zukunft: Zwar geben 72 Prozent an, sie hätten in den vergangenen drei Jahren neue Lehrangebote entwickelt, um digitale Fähigkeiten nicht nur in den IT-Studiengängen, sondern auch fächerübergreifend zu vermitteln. Dennoch sehen 85 Prozent hier noch weiteren Anpassungsbedarf für die Studenten in den technischen Fächern – in den Gesundheitswissenschaften sind es sogar 93 Prozent. 

Das digitale Corona-Sommersemester 2020 bewerteten neun von zehn Hochschulen im Nachhinein als gut. Anfängliche Befürchtungen, man müsse reihenweise Veranstaltungen ausfallen lassen und könne womöglich das ganze Semester „nicht zählen“, erwiesen sich als unbegründet. Sogar die Unterstützung durch die Politik beurteilt eine Mehrheit von 56 Prozent der Hochschulen als gut. Acht von zehn Rektoren sagen, ihre Autonomie sei groß genug, um in der Pandemie die nötigen Entscheidungen treffen zu können. Anders als Schulen haben die meisten Universitäten und Fachhochschulen in Deutschland mittlerweile  Globalbudgets, die sie eigenverantwortlich nutzen können. Auch in Personalfragen sind sie in der Regel autonom.  

Top-Jobs des Tages

Jetzt die besten Jobs finden und
per E-Mail benachrichtigt werden.

Standort erkennen

    Die Gesamtstimmung an den deutschen Hochschulen war zumindest vor Ausbruch der Coronakrise so gut wie seit 2011 nicht mehr. Auf einer Skala von minus 100 bis plus 100 betrug der Wert 30 Punkte. Allerdings mit enormen Unterschieden: Die Universitäten, die von der milliardenschweren Exzellenzstrategie des Bundes profitieren, kommen auf fast 49 Punkte  – die übrigen auf nur 17. Dabei beziehen sich die Unterschiede nicht nur auf die Forschung, die die Exzellenzstrategie fördert. Die massive Förderung beflügelt offenbar auch die Lehre: Hier bewerten die Profiteure ihre Wettbewerbsfähigkeit deutlich höher. Das dürfte daran liegen, dass sie mit den Extra-Forschungsgeldern des Bundes viele exzellente Wissenschaftler gewinnen, die dann natürlich auch für die Studenten attraktiv sind.

    Das Hochschulbarometer wird jährlich vom Stifterverband und der Heinz Nixdorf Stiftung erstellt. Dieses Jahr wurden wegen der Coronakrise auch Nacherhebungen angestellt. 

    Mehr: Karriere-Tinder für Studenten

    Startseite
    Mehr zu: Hochschulbarometer des Stifterverbandes - Hochschulen verlieren Corona-bedingt an Internationalität
    0 Kommentare zu "Hochschulbarometer des Stifterverbandes: Hochschulen verlieren Corona-bedingt an Internationalität"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    Zur Startseite
    -0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%