Klimaneutralität 2045: Die Crux mit der Wärmewende – Was die Umstellung auf klimafreundliche Heizungen so schwierig macht
Thermostat einer Heizung in einer Wohnung: Die Hälfte der in Deutschland installierten Heizungen gilt als veraltet.
Foto: dpaBerlin. Der Gebäudesektor ist einer der größten Energiefresser und Klimasünder. Ob Bürokomplexe, Industriebetriebe oder Wohnungen: Das Heizen, Kühlen und die Bereitstellung von warmem Wasser benötigen jede Menge Energie, die vor allem durch fossile Brennstoffe erzeugt wird. Die klimaschädlichen Emissionen im Gebäudesektor sind entsprechend hoch.
SPD, Grüne und FDP wollen das ändern und die Wärmewende vorantreiben, schließlich will Deutschland bis 2045 klimaneutral sein. Neu eingebaute Heizungen sollen deswegen ab 2025 auf Basis von mindestens 65 Prozent erneuerbaren Energien betrieben werden, so steht es im Koalitionsvertrag der Ampelregierung.
Rund die Hälfte der rund 21 Millionen in Deutschland installierten Heizungen gilt als veraltet und technisch ineffizient. Gut 75 Prozent der Wohngebäude sind nach Angaben der Deutschen Energie-Agentur (Dena) mit einer Öl- oder Gasheizung ausgestattet.
Aus Klimaschutzgründen ist das Regierungsvorhaben also richtig, doch bei der Umsetzung wird es haken. „Eine plötzliche Dreijahresfrist ist für die Entwicklung und Umsetzung umfassender Lösungen, die auch noch marktfähig und bezahlbar sein sollen, schlicht nicht realistisch“, sagt Axel Gedaschko, Präsident des Spitzenverbandes der Wohnungswirtschaft GdW.