Laser-Attacke auf Flugzeug: Auswärtiges Amt bestellt Chinas Botschafter ein
Düsseldorf. China hat laut Angaben des Auswärtigen Amts ein deutsches Aufklärungsflugzeug mit einem Laser gestört. Der Zwischenfall habe sich demnach vor wenigen Tagen bei der EU-Operation „Aspides“ im Roten Meer ereignet, teilte die Behörde auf der Plattform X mit. Demnach soll das chinesische Militär ein Flugzeug der Bundeswehr ins Visier genommen haben.
Daher hat die Bundesregierung den chinesischen Botschafter Deng Hongbo am Dienstag einbestellt. „Die Gefährdung von deutschem Personal und Störung des Einsatzes sind vollkommen inakzeptabel“, schreibt das Auswärtige Amt auf X.
Das Gespräch, in dem Chinas Regierungsvertreter deutlich gemacht wurde, welchen Unmut dieses Verhalten in Berlin ausgelöst hatte, war nach Informationen des Handelsblatts am Vormittag bereits beendet. Peking weist die Darstellung der Bundesregierung zurück. Die Informationen Deutschlands stimmten überhaupt nicht mit den Fakten überein, die der chinesischen Seite bekannt seien, sagte Außenamtssprecherin Mao Ning in Peking.
Mao zufolge führte Chinas Marine Geleitschutzoperationen im Golf von Aden und in den Gewässern vor Somalia durch und kam ihrer Verantwortung zur Aufrechterhaltung der Sicherheit nach. Beide Seiten sollten ihren Austausch verstärken und Missverständnisse und Fehleinschätzungen vermeiden, sagte sie.