MSC 2023: Demonstrativer Schulterschluss des Westens bei Münchner Sicherheitskonferenz
Gelegenheit zum internationalen Austausch auf höchster Ebene.
Foto: dpaMünchen. Zum ersten Mal findet die Münchner Sicherheitskonferenz (MSC) statt, während vor der eigenen Haustür Krieg geführt wird. Gleich zu Beginn wird Wolodimir Selenski per Video zur wichtigsten außen- und sicherheitspolitischen Konferenz Deutschlands zugeschaltet. Der ukrainische Präsident hatte schon im vergangenen Jahr gefordert, sein Land mit der Lieferung auch schwerer Waffen zu unterstützen. Diesen Appell dürfte Selenski am Freitag mit großer Eindringlichkeit wiederholen.
Ebenfalls am Freitag wird sich Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) den Fragen der Konferenzteilnehmer stellen, der für sich in Anspruch nimmt, eine internationale Koalition für die Lieferung schwerer Kampfpanzer an die Ukraine gebildet zu haben.
Es ist bereits das zweite Mal in Folge, dass Scholz an der Konferenz teilnimmt. Seine Vorgängerin im Kanzleramt, Angela Merkel, hatte die außen- und sicherheitspolitische Veranstaltung nur alle zwei Jahre besucht.
Aber es sind eben besondere Zeiten. Auch wenn man in Regierungskreisen durchaus eingesteht, dass die „Zeitenwende“, die der Kanzler nur drei Tage nach dem Angriff auf die Ukraine im Bundestag ausgerufen hatte, ein langer Prozess sein wird. Die Antwort auf die globalen Umwälzungen müsse eine europäische sein, hieß es im Vorfeld der Konferenz. Nur ein geeintes Europa könne den Großmachtfantasien von Russlands Präsident Wladimir Putin oder dem Weltmachtstreben Chinas etwas entgegensetzen.