Statt Baukindergeld: Eigenheimförderung für Familien mit Start am 1. Juni
Die Bundesbauministerin kündigt zinsgünstige KfW-Kredite für Familien an.
Foto: dpaBerlin. Für Familien soll es etwas leichter werden, eine Wohnung oder ein Haus zu kaufen. Bundesbauministerin Klara Geywitz hat bestätigt, am 1. Juni mit der Wohneigentumsförderung für Familien starten zu wollen. „Aus dem Minus bei den Einfamilienhäusern wollen wir wieder steigende Zahlen machen“, sagte die SPD-Politikerin am Dienstag mit Blick auf die magere Bilanz bei den fertiggestellten Wohnungen im vergangenen Jahr.
Nach Angaben des Statistischen Bundesamts (Destatis) wurden im vergangenen Jahr 295.300 Wohneinheiten fertiggestellt, nur 1900 Wohnungen mehr als 2021. Bei Einfamilienhäusern konstatierte Destatis ein Minus von 1,5 Prozent, es wurden bundesweit nur gut 77.000 gebaut. Für viele Familien sei der Traum vom Eigenheim wegen der höheren Zinsen geplatzt, da wolle der Bund helfen, erklärte Geywitz.
Die Eigenheimförderung kommt allerdings nur für Familien infrage, die über ein zu versteuerndes Einkommen von bis zu 60.000 Euro im Jahr verfügen. Jedes weitere Kind erhöht die Schwelle um 10.000 Euro.
Neue Eigenheimförderung für Familien fällt im Vergleich eher gering aus
Erstmals nannte Geywitz die Kreditsumme, die Haushalte über die staatliche Förderbank KfW zu einem verbilligten Zinssatz aufnehmen könnten. „Haushalte mit Kindern können in Abhängigkeit von der Anzahl der minderjährigen Kinder und des Standards, mit dem sie bauen, eine Kreditsumme zwischen 140.000 und 240.000 Euro aufnehmen“, sagte die Ministerin. Die Zinsen seien die größte Sorge von Familien, die gerade bauen wollten. „Deshalb verbilligt unser Programm den Zins.“