Handel: Großhandelspreise steigen – insbesondere Nahrungsmittel teurer
Berlin. Die Preise im deutschen Großhandel haben 2025 im Jahresdurchschnitt erstmals seit 2023 wieder angezogen. Sie stiegen gegenüber dem Vorjahr um 1,0 Prozent, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) am Donnerstag mitteilte. 2024 waren die Großhandelspreise noch im Jahresdurchschnitt um 1,3 Prozent gefallen. 2023 ergab sich ein Anstieg von 0,6 Prozent.
Im vergangenen Jahr sorgten insbesondere die gestiegenen Preise im Großhandel mit Nahrungs- und Genussmitteln, Getränken und Tabakwaren (+3,9 Prozent) für Auftrieb.
Kaffee, Tee, Kakao und Gewürze waren auf Großhandelsebene im Jahr 2025 deutlich teurer als im Vorjahr (+26,2 Prozent). Zucker, Süßwaren und Backwaren kosteten ebenfalls erheblich mehr als im Vorjahresdurchschnitt (+14,7 Prozent). Auch merklich mehr bezahlt werden musste 2025 für Fleisch und Fleischwaren (+7,4 Prozent) sowie für Milch, Milcherzeugnisse, Eier, Speiseöle und Nahrungsfette (+5,7 Prozent).
Im Dezember 2025 waren die Verkaufspreise im Großhandel um 1,2 Prozent höher als im Dezember 2024. Wie Destatis weiter mitteilte, fielen sie gegenüber dem Vormonat um 0,2 Prozent.
Der Großhandel hat eine Scharnierfunktion zwischen Herstellern und Endkunden. Preissenkungen kommen meist verzögert und zumindest teilweise auch bei den Verbrauchern an. Die Inflation war zuletzt auf dem Rückmarsch: Waren und Dienstleistungen verteuerten sich im Dezember für Verbraucher nur noch um durchschnittlich 1,8 Prozent, nach 2,3 Prozent im November. Im Gesamtjahr 2025 zogen die Kosten für die Lebenshaltung um 2,2 Prozent an.