1. Startseite
  2. Politik
  3. Deutschland
  4. Tarifverhandlungen: Beamtenbund hält Acht-Prozent-Forderung für „völlig berechtigt“

TarifverhandlungenBeamtenbund hält Acht-Prozent-Forderung für „völlig berechtigt“

Ende Januar starten die Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst von Bund und Kommunen. Der Beamtenbund verteidigt hohe Forderungen und hat zudem noch ein anderes Anliegen. 04.01.2025 - 11:13 Uhr Artikel anhören
Volker Geyer, stellvertretender dbb Bundesvorsitzender: „Die Forderung ist völlig berechtigt. Uns fehlen im öffentlichen Dienst die Beschäftigten.“ Foto: Annette Riedl/dpa

Berlin. Rund drei Wochen vor Beginn der Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst von Bund und Kommunen verteidigt der Deutsche Beamtenbund (dbb) die hohen Tarifforderungen der Gewerkschaften von acht Prozent.

Der stellvertretende ddb-Bundesvorsitzende Volker Geyer sagte der „Rheinischen Post“: „Die Forderung ist völlig berechtigt. Uns fehlen im öffentlichen Dienst die Beschäftigten. Heute sind schon 570.000 Stellen unbesetzt, in den kommenden zehn Jahren scheiden noch einmal 1,4 Millionen aus. Deshalb müssen wir jetzt die Chance nutzen, den Arbeitgeber Staat attraktiver zu machen.“

Am 24. Januar starten die Tarifverhandlungen für rund 2,5 Millionen Beschäftigte bei Bund und Kommunen. Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi und der Beamtenbund verlangen acht Prozent mehr Einkommen für die Beschäftigten - mindestens aber 350 Euro pro Monat.

Finanzielle Probleme der Kommunen

Hinzu kommt die Forderung nach zusätzlichen drei freien Tagen. Geyer warnte die Arbeitgeber davor, die Mobilisierungsfähigkeit der Beschäftigten zu unterschätzen. „Streiks würden die Bürger recht schnell spüren“, sagte er.

Der dbb-Vize räumte ein, dass einige Städte und Gemeinden finanzielle Probleme haben. Er betonte aber auch: „Die Beschäftigten werden die Finanzprobleme der Kommunen in einer Tarifrunde nicht lösen können.“ Die Kommunalfinanzen müssten „dringend neu ausgehandelt“ werden.

Bund und Länder hätten den Kommunen viel zu viele Aufgaben aufgebürdet, ohne ihnen die dafür notwendigen Finanzen zur Verfügung zu stellen. Städte und Gemeinden müssten bei Bund und Ländern durchsetzen, „dass endlich auch für die bestellte Musik bezahlt wird. In dieser Auseinandersetzung stehen wir an ihrer Seite.“

dpa
Mehr zum Thema
Unsere Partner
Anzeige
remind.me
Jetziges Strom-/Gaspreistief nutzen, bevor die Preise wieder steigen
Anzeige
Homeday
Immobilienbewertung von Homeday - kostenlos, unverbindlich & schnell
Anzeige
IT Boltwise
Fachmagazin in Deutschland mit Fokus auf Künstliche Intelligenz und Robotik
Anzeige
Presseportal
Direkt hier lesen!
Anzeige
STELLENMARKT
Mit unserem Karriere-Portal den Traumjob finden
Anzeige
Expertentesten.de
Produktvergleich - schnell zum besten Produkt