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TK-UmfrageMenschen im Homeoffice nicht einsamer als im Büro

Den ganzen Tag zu Hause am Rechner? Viele Menschen in Deutschland kennen das. Das Gefühl von Einsamkeit ist dadurch aber nicht zwangsläufig stärker, wie eine aktuelle Untersuchung zeigt. 11.02.2025 - 12:24 Uhr Artikel anhören
Eine Frau arbeitet zu Hause: Arbeitende im Homeoffice sind nicht einsamer als ihre Kollegen im Büro, so die TK. Foto: Helena Dolderer/dpa

Berlin. Einer neuen Studie zufolge macht Arbeiten von zu Hause aus nicht zwangsläufig einsamer als ein Arbeitstag mit Kollegen im Unternehmen. Das zeigt der Einsamkeitsreport 2024 der Techniker Krankenkasse (TK), für den das Meinungsforschungsinstitut Forsa bundesweit 1.403 Personen repräsentativ zum Thema Einsamkeit befragt hat.

Demnach bekundeten nur 16 Prozent der Beschäftigten, die mindestens gelegentlich im Homeoffice arbeiten, sich häufig oder manchmal einsam zu fühlen. Bei den Erwerbstätigen, die ausschließlich in ihrem Unternehmen vor Ort arbeiten, ist der Anteil mit 14 Prozent ähnlich hoch.

Allerdings vermisst ein Teil der Homeoffice-Beschäftigten der Studie zufolge den persönlichen Austausch mit Kolleginnen und Kollegen. Etwa vier von zehn Erwerbstätigen (42 Prozent) fehle bei der Arbeit zu Hause der direkte Austausch häufig oder zumindest manchmal, heißt es. Das gelte sowohl für die fachliche als auch die persönliche Kommunikation. Am Arbeitsplatz vor Ort seien es hingegen nur zwölf Prozent, die angaben, dass der Austausch zu kurz komme.

Vier von zehn fühlen sich zumindest selten einsam

„Der soziale Austausch mit Kolleginnen und Kollegen, das Eingebundensein in ein Team, deckt ein Grundbedürfnis der Menschen nach Kontakt und Zugehörigkeit“, erklärte der TK-Vorstandsvorsitzende Jens Baas. Im Vergleich zum privaten Umfeld sei Einsamkeit am Arbeitsplatz daher weniger verbreitet.

Nur etwa vier von zehn Befragten (38 Prozent) gaben an, sich bei ihrer Tätigkeit zumindest selten auch mal einsam zu fühlen. Im Privatleben seien es deutlich mehr als die Hälfte (58 Prozent).

Die TK weist darauf hin, dass das Gefühl von Einsamkeit subjektiv ist. „Laut wissenschaftlicher Definition versteht man darunter das unangenehme Gefühl, das entsteht, wenn die Qualität oder Quantität von persönlichen Beziehungen nicht den persönlichen Bedürfnissen entspricht“, heißt es.

Jemand, der nur wenig Kontakte pflege, müsse sich nicht zwangsläufig einsam fühlen. Umgekehrt könne sich aber auch bei Menschen, die objektiv betrachtet viele soziale Kontakte haben, ein Gefühl von Einsamkeit breitmachen.

dpa
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