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Verdi gegen BVGStreik legt Nahverkehr in Berlin lahm

Die Busse, Straßenbahnen und U-Bahnen in der Hauptstadt stehen am Montag still. Denn im Tarifkonflikt zwischen Verdi und der BVG ist keine Einigung in Sicht. 27.01.2025 - 06:51 Uhr Artikel anhören
Busse und U-Bahnen fahren am Montag in Berlin nicht. Foto: Sebastian Christoph Gollnow/dpa

Berlin. Fahrgäste der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) haben seit dem frühen Morgen mit erheblichen Einschränkungen im öffentlichen Nahverkehr zu kämpfen. Die Gewerkschaft Verdi legt den Bus-, Straßen- und U-Bahnverkehr zum Wochenbeginn mit einem ganztägigen Warnstreik weitgehend lahm. U-Bahnhöfe sind verriegelt und auf den Betriebshöfen der BVG versammeln sich Streikende mit Gewerkschaftsfahnen.

Die Beschäftigten hätten um 3.00 Uhr die Arbeit niedergelegt, sagte Verdi-Verhandlungsführer Jeremy Arndt der Deutschen Presse-Agentur. Die letzten Nachtbusse seien zu dieser Zeit auf dem Weg zum Hof gewesen und würden vorerst dort bleiben. Am frühen Dienstagmorgen um 3.00 Uhr soll der Ausstand enden.

„Seit Betriebsbeginn am heutigen Montagmorgen musste der Betrieb von U-Bahn, Straßenbahn und den meisten Bussen eingestellt werden“, teilte die BVG mit.

Nicht betroffen von dem Ausstand sind einige Buslinien, die im Auftrag der BVG betrieben werden, sowie BVG-Fähren. Die S-Bahnen fahren ebenfalls wie gewohnt. Um die Streikfolgen für die Fahrgäste etwas abzumildern, fährt die S5 zwischen Mahlsdorf und Lichtenberg bis 14.00 sogar häufiger, wie die Deutsche Bahn mitteilte. Auf den Straßenverkehr hat der Warnstreik bislang keine größeren Auswirkungen.

Hintergrund des Arbeitskampfs sind die Tarifverhandlungen zwischen Verdi und den Berliner Verkehrsbetrieben. Berlins Verkehrssenatorin Ute Bonde (CDU) wies die Forderung der Gewerkschaft als unfinanzierbar zurück. „Insgesamt fordert Verdi 250 Millionen pro Jahr“, sagte die Politikerin im RBB-Inforadio. „Das ist weder für die BVG noch für den Senat finanzierbar.“

Senatorin und BVG halten die Forderungen für nicht finanzierbar

Im Verkehrsvertrag zwischen dem Senat und der BVG gebe es bereits finanzielle Vorkehrungen für höhere Personalkosten im Rahmen von Tarifverhandlungen, betonte Bonde. Sollten diese Vorkehrungen nicht ausreichen, könnten das auch die Fahrgäste zu spüren bekommen. „Wenn das nicht finanzierbar ist über die Mittel, die der BVG zur Verfügung gestellt werden, dann können natürlich Leistungseinschränkungen nicht ausgeschlossen werden.“

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Verdi fordert für die rund 16.000 Beschäftigten unter anderem monatlich 750 Euro mehr. Weil das Unternehmen in der ersten Verhandlungsrunde kein Angebot vorgelegt hat, wirft Verdi der BVG Verzögerungstaktik vor.

Die BVG sieht zwar Nachholbedarf beim Entgelt, hat die Forderungen aber als „nicht finanzierbar“ zurückgewiesen. Den Warnstreik bezeichnete das Unternehmen „angesichts der konstruktiven Auftaktrunde und dem angekündigten Angebot für die Verhandlungsrunde“ am Freitag erneut als unverhältnismäßig.

dpa
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