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WärmewendeDeutschland verfehlt Wärmepumpen-Ziel deutlich

Die Zahl der neu installierten Wärmepumpen wird in diesem Jahr deutlich hinter dem Zielwert von 500.000 zurückbleiben. Zahlen aus Politik und Industrie legen eine klar niedrigere Zahl nahe.Klaus Stratmann 06.12.2024 - 12:42 Uhr Artikel anhören
Auszubildende an einer Wärmepumpe: Die Einbauzahlen liegen 2024 deutlich unter denen des Vorjahres. Foto: dpa

Berlin. Die Wärmewende im Gebäudesektor kommt nicht wie geplant voran. Im dritten Jahr in Folge dürften in Deutschland deutlich weniger als 500.000 neue Wärmepumpen eingebaut werden. Dieses Ziel hatte Wirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) 2022 ausgegeben.

Zahlen des Ministeriums und der Heizungsindustrie deuten aber klar darauf hin, dass die Einbauzahlen wie schon 2022 und 2023 darunterliegen werden.

Nach Angaben des Bundesverbandes der Deutschen Heizungsindustrie (BDH) wurden in Deutschland in der Zeit von Januar bis Oktober 162.500 Wärmepumpen verkauft. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht das einem Rückgang von 49 Prozent.

Nach Angaben des Wirtschaftsministeriums wurden in diesem Jahr bis Ende November 172.000 Anträge auf Förderung eines Heizungstauschs bei der staatlichen Förderbank KfW gestellt. Beim BDH heißt es, man rechne damit, bis zum Jahresende insgesamt rund 200.000 Wärmepumpen abzusetzen.

Habeck will die Zahl der Wärmepumpen in Deutschland bis 2030 auf sechs Millionen erhöhen. Aktuell liegt die Zahl unter zwei Millionen. Habeck und Bauministerin Klara Geywitz (SPD) hatten nach der Amtsübernahme 2021 mehrere „Wärmepumpen-Gipfel“ veranstaltet, zu denen Vertreter der Heizungsbranche eingeladen waren.

Dabei schworen Habeck und Geywitz die Unternehmensvertreter darauf ein, ihre Produktionskapazitäten für Wärmepumpen deutlich zu erhöhen, um die „Wärmewende“ in Deutschland voranzutreiben. Ziel ist ein klimaneutraler Gebäudebestand. Wärmepumpen sollen dazu einen wesentlichen Beitrag leisten.

Neue Heizung: 16,7 Milliarden Euro Fördergeld stehen bereit

Mit dem novellierten Gebäudeenergiegesetz (GEG), das besser unter der Bezeichnung Heizungsgesetz bekannt ist, schuf die Bundesregierung dafür einen gesetzlichen Rahmen. Neue Heizungen müssen demnach zu mindestens 65 Prozent mit erneuerbaren Energien betrieben werden.

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Das GEG war nach heftigen Diskussionen Anfang 2024 in Kraft getreten. Um Anreize für den Heizungstausch zu schaffen, gibt es ein Förderprogramm. Es ist Bestandteil des Programms „Bundesförderung energieeffiziente Gebäude“ (BEG). Nach Angaben des Bundeswirtschaftsministeriums stehen für die BEG-Sanierungsförderung in diesem Jahr 16,7 Milliarden Euro zur Verfügung.

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