Wahl-O-Mat: Wie der Wahl-O-Mat die Bundestagswahl beeinflusst
Düsseldorf. Ausra Dilba ist zum ersten Mal dabei. Nicht nur als Wählerin für die Bundestagswahl, sondern auch bei der Ausgestaltung des Wahl-O-Mat. Mit ihm können potenzielle Wähler per Frage-und-Antwort-Spiel herausfinden, welche Thesen und Themen die Parteien vertreten und mit welchen Parteien sie am Ende die größten Schnittmengen haben.
In einem dreitägigen Workshop wälzten die 19-Jährige Dilba und ihre Mitstreiter dafür Wahlprogramme, um sich dann auf Thesen zu einigen, die es am Ende in den Wahl-O-Mat schaffen. „Der Wahl-O-Mat hat auf jeden Fall Einfluss auf das Wahlgeschehen“, sagt Dilba. „Die Art, wie politische Aussagen formuliert sind, kann die Entscheidungen bei Wahlen durchaus beeinflussen.“ Dilba wollte Teil des Entscheidungsprozesses sein.
Dass Jungwähler und -wählerinnen wie Ausra Dilba beim Erstellen des Wahltools dabei sind, ist Teil des Konzepts. Ursprünglich sollte der Wahl-O-Mat vor allem junge Menschen erreichen, die Altersgruppe der 21- bis 24-Jährigen verzeichnete damals die niedrigste Wahlbeteiligung. „Das Ziel ist es, junge Menschen zur Wahl zu bewegen“, sagt Martin Hetterich von der Bundeszentrale für politische Bildung (BpB). Aber gelingt das auch? Und wenn ja, tut er das auch objektiv?