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Wahlversprechen im CheckSo bewerten Experten die Rentenversprechen der Parteien

Die Parteien sagen im Wahlkampf stabile oder höhere Renten zu. Doch lässt sich dies auch finanzieren? Teuer könnte laut Ökonomen eine schwarz-rote Koalition werden. Teil II der Serie zur Bundestagswahl.Frank Specht 23.01.2025 - 16:40 Uhr Artikel anhören
Die Parteien versprechen im Wahlkampf stabile oder höhere Renten, drücken sich aber um eine nachhaltige Finanzierung. Foto: Mascot/Getty Images [M]

Berlin. Eine Stabilisierung oder gar Erhöhung des Rentenniveaus, eine Mindestrente von 1500 Euro, ein weiterer Ausbau der Mütterrente oder eine gesetzliche Aktienrente – im Wahlkampf führen die Parteien ein rentenpolitisches Wunschkonzert auf. Doch bei all den vollmundigen Versprechen vermissen Ökonomen eines: tragfähige Konzepte für eine nachhaltige Finanzierung des Rentensystems.

„Die Parteien haben gemeinsam, dass sie unbequeme Wahrheiten scheuen und den demografischen Wandel nicht ausreichend adressieren“, erklärt Finanzwissenschaftlerin Silke Übelmesser von der Universität Jena. Man spüre die Sorge vor den älteren Wählern.

„An das Thema Regelaltersgrenze traut sich keine Partei heran, und Kapitaldeckung sehen Teile des Parteienspektrums und der Bevölkerung kritisch“, sagt der Wirtschaftsweise Martin Werding. Dann aber werde es schwierig, das Rentensystem nachhaltig aufzustellen, ohne Beitrags- und Steuerzahler zu stark zu belasten.

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