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+++ Davos im Newsblog +++ Weltwirtschaftsforum 2020: Alle Ereignisse zum Nachlesen

Donald Trump lobte seine Erfolge, Angela Merkel hielt ein emotionales Plädoyer für die Rettung der Welt. Das letzte Wort hatten die Klimaschützer. Der Newsblog zum Nachlesen.
20.01.2020 Update: 25.01.2020 - 02:42 Uhr 6 Kommentare
Die wichtigsten Punkte im Überblick:

  • Noch bis zum 24. Januar findet in Davos das 50. Weltwirtschaftsforum statt. Etwa 3000 Gäste diskutieren wirtschafts- und sozialpolitische Themen, ein Fokus wird in diesem Jahr auf Umweltpolitik und Klimawandel liegen.

  • Unter den führenden Persönlichkeiten finden sich Bundeskanzlerin Angela Merkel, EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und US-Präsident Donald Trump. Auch die Klimaaktivistin Greta Thunberg ist zu Gast in der Schweiz.

  • Merkel hat in ihrer Rede ein Plädoyer für weltweiten Klimaschutz, Zusammenhalt, integrative Friedenspolitik und eine starke Einbindung Afrikas gehalten. Die Kanzlerin verurteile nationale Alleingänge und das Zurückziehen auf sich selbst.
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Sarah Sendner
Während das Weltwirtschaftsforum fast ausschließlich im Zeichen des Klimas stand, hält US-Finanzminister Steve Mnuchin das Thema für nicht entscheidend. „Es ist eines von vielen Themen," sagte er. 
Außerdem glaube er, dass die Kosten für den Klimawandel zu hoch veranschlagt werden. 
„Man kann die Risiken nicht für 30 Jahre modellieren." Die Kosten des Klimawandels würden vermutlich überschätzt. Dank technologischer Innovationen dürften sie in zehn Jahren deutlich niedriger sein als heute erwartet. 
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Sarah Sendner
Das letzte Wort hatten übrigens die Klimaaktivistinnen Luisa Neubauer und Greta Thunberg. Lesen Sie hier, was ihre Botschaft war: 

Davos Die Klimaaktivistin Greta Thunberg hat den Auftakt des Weltwirtschaftsforums in Davos bestimmt - und auch das Ende. Zum Abschluss des Forums sagte Thunberg an diesem Freitag vor Journalisten: „Unsere Forderungen wurden komplett ignoriert." Sie und die anderen Klimaaktivisten seien mit konkreten Anforderungen, wie dem Ausstieg aus der Finanzierung von fossilen Brennstoffen gereist.
Handelsblatt | Stephan Scheuer
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Sarah Sendner
Der letzte Tag in Davos neigt sich dem Ende zu. Die meisten Staats- und Regierungschefs sind bereits abgehakt. 
Handelsblatt-Reporter Stephan Scheuer und Yasmin Osmann fassen die wichtigsten Ereignisse des Weltwirtschaftsforum zusammen. 

Davos Das 50. Weltwirtschaftsforum geht an diesem Freitag zu Ende. Mehr als 3.000 Entscheider aus Politik und Wirtschaft haben sich in Davos ausgetauscht. Für das größte Echo sorgten die Reden der Staatsoberhäupter Donald Trump und Angela Merkel. Doch welche Einzelthemen bleiben von der Konferenz im Gedächtnis? Die wichtigsten Punkte.
Handelsblatt | Stephan Scheuer
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Anja Holtschneider
Starinvestor George Soros hat nationalistische Tendenzen und den Wettstreit zwischen den Weltmächten China und den USA als große Gefahr für Frieden und Freiheit bezeichnet. Nationalismus sei der große Feind offener Gesellschaften, sagte er am Donnerstagabend am Rande der Jahrestagung des Weltwirtschaftsforums in Davos. Seine Hoffnung auf eine gestärkte internationale Kooperation zwischen Staaten habe sich zerschlagen. Die größten Mächte USA, China und Russland seien weiter in den Händen von angehenden oder tatsächlichen Diktatoren, autoritäre Regime seien weiter auf dem Vormarsch.

US-Präsident Donald Trump und Chinas Staatspräsident Xi Jinping versuchten, ihre Macht bis an die Grenzen und darüber hinaus auszudehnen. „Präsident Trump ist ein Betrüger und der ultimative Narzisst, der will, dass sich die Welt um ihn dreht“, sagte Soros. Xi stehe innen- und außenpolitisch unter Druck.
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Tobias Döring
Handelsblatt-Chefredakteur Sven Afhüppe hat in Davos die Rede von Angela Merkel verfolgt. Im Interview ordnet er die wichtigsten Aussagen der Kanzlerin ein.
Davos: „Merkel hat einen großen Appell an die Weltgemeinschaft gerichtet"
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Alexander Möthe
Zusammenfassend lässt sich sagen: Inhaltlich und rhetorisch war Merkels Rede das Gegenteil der Auftakteinlassung von US-Präsident Donald Trump. Merkel übte sich mehrfach in Demut, was die Rolle Deutschlands für die Welt betrifft, betonte die Bedeutung des Zusammenhalts, gerade in Europa. Sie nannte konkrete Beispiele für Inklusion und verteidigte ihre umstrittensten Entscheidungen. Es ging bei Merkel kaum um den Erhalt der Wertschöpfungskette und Wirtschaftsinteressen, als mehr um die Transformation derer und der gesamten Gesellschaft zum Wohle der gesamten Welt. Die innewohnende Mahnung: Egoismen werden den Planeten zerstören.
Merkel zum Klimaschutz: „Könnte eine Frage des Überlebens werden"
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Alexander Möthe

Staatliche Einzelgänge sind 75 Jahre nach dem Kriegsende das völlig falsche Signal.

Angela Merkel

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Alexander Möthe
Kleine Kritik an US-Präsident Trump noch: Ja, sie sähe den Reformbedarf bei der WTO, allerdings müssen Schiedsgerichte funktionieren und nicht blockiert werden.
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Alexander Möthe

Europa ist viel zu langsam.

Angela Merkel

Der Kanzlerin geht es dabei vor allem um Digitalisierung und Wandel allgemein. Mit 27 Mitgliedsstaaten sei es auch nicht so einfach.

Die effizienteste Weise, Wohlstand für die Welt zu erzeugen, sind multilaterale Institutionen.

Angela Merkel

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Alexander Möthe
Nun plädiert Merkel für eine einheitliche China-Politik Europas. Gerade beim Klimaschutz sei dort eine riesige Chance, gerade bei den Emissionszertifikaten.
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Alexander Möthe
Es wird ein emotionales Plädoyer für die Zusammenarbeit mit dem Kontinent. Europa könne sich von Afrika, von der jungen Bevölkerung dort positiv Druck machen lassen. Und sich etwas an Lebensfreude unter schwierigsten Bedingungen abgucken.
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Alexander Möthe

„Ich bin froh, dass wir nicht mehr nur Dinge für Afrika tun, sondern mit Afrika.“

Angela Merkel

Die Kanzlerin kündigt einen Gipfel mit afrikanischen Staaten an.  Sie lobt den Mut, eine Freihandelszone einzurichten. „Wir sollten Afrika nicht unsere Vorstellung einer Eintwicklung für Afrika aufdrängen.“
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Alexander Möthe
Merkel betont hinsichtlich des Brexits, dass man sich eng und freundschaftlich an Großbritannien zu binden.
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Alexander Möthe
Europa und die Nato-Staaten könnten durchaus mehr finanziell für den Kampf gegen den Terror tun, helfen, Regierungen in Krisenregionen zu stabilisieren. Die Uno müsse Hilfesuchenden Hilfe bieten, mit stabilen Mandaten. Ein klarer Hieb gegen Großmächte wie Russland.
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Alexander Möthe
Die Kanzlerin warnt eindringlich, dass sich Libyen zum Stellvertreterkrieg wie in Syrien entwickelt. Man habe die Verantwortung, für Frieden zu sorgen. Wir alle, sagt sie in Bezug auf die Industrienationen, sind in der Verantwortung, dass ärmste Länder wie der Niger, wie die Sahelzone, Unterstützung erhalten.
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Alexander Möthe

Der Fehler war nicht, Menschen, die an unserer Türe standen, aufzunehmen. Der Fehler war, nicht dafür gesorgt zu haben, dass diese Menschen nicht in ihrer Heimat bleiben konnten.

Angela Merkel

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Alexander Möthe
Merkel macht deutlsich, dass sie am Atomabkommen mit Iran festhalten möchte. Nur weil ein Vertrag Fehler habe, müsse man ihn nicht zerreißen.
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Alexander Möthe
Merkel weißt auf das Holocaust-Gedenken hin, wo Bundespräsident Steinmeier der Schuld erinnert, die Deutschland über die Welt gebracht hat. Diese 75 Jahre Frieden seien das Resultat daraus, den Auftrag von damals verstanden zu haben.
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Alexander Möthe
Das Modell Deutschland könne man exportieren – es ist aber auch ein schwieriger Prozess. Auch, weil es an anderen orten eine Frage von Krieg oder Frieden ist. Gerade dort, wo die Folgen des Klimawandels schon jetzt zu spüren ist. Die Herausforderungen des Wandels hätten dazu geführt, dass sich viele Länder auf sich selbst fokussiert haben.

Multipolarität ist eine schwierige Sache, weil alle Pole eine andere Spannung und Anziehungskraft haben.

Angela Merkel

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    6 Kommentare zu "+++ Davos im Newsblog +++: Weltwirtschaftsforum 2020: Alle Ereignisse zum Nachlesen"

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    • - Fortsetzung -

      Die diabolische Masche heute also: ANGST schüren, Angst vor dem "Weltuntergang":
      "1. Eine Lüge wird mit dem Anschein „wissenschaft­licher Evidenz“ unters Volk gerührt.
      2. Großteile der Bevölkerung schlucken die Lüge, anstatt sie zu hinterfragen. Die Folge: Angst, Panik, Hilflosigkeit etc. (s.o.).
      3. Der Wunsch nach Verantwortungstransfer nimmt stetig stärkere Ausmaße an. Großteile der Bevölkerung wenden sich im Zuge ihrer Angst und Hilflosigkeit an den Staat: „Die Politik muss handeln!“
      4. Der Staat präsentiert sich nun (wie so oft) als „Retter in der Not“, als Lösung eines Problems, das er selbst initiierte.
      5. Die Politik „handelt“ und wird offiziell legitimiert, eine vollkommen sinnlose und nutzlose Agenda zusammenzuschustern und schließlich loszutreten, Progrämmchen sowie letztlich (wie immer) Steuererhöhungen durchzudrücken. Für diesen Irrsinn wird sie nicht etwa zum Teufel gejagt, sondern als Ersatzgott verehrt (und verteidigt)." ( aus Philipp A. Mende: Geschosse wider den Einheitsbrei, Tönisvorst 2016)
      https://www.handelsblatt.com/meinung/gastbeitraege/gastkommentar-kaesers-angebot-an-neubauer-beschaedigt-aufsichtsraete/25444190.html

    • @ Frank Krebs
      "Davos war bisher einer der schöneren Termine im Jahr. Graubünden im Winter, eine Flasche Château Petrus an der Bar des Grand Hotels, vielleicht ein Racelette-Abend mit Freunden die man lange nicht sah. Und jetzt, überall Genussverweigerer, leicht erregbare Teenager und Sicherheitskräfte für den US Präsidenten. Wirklich keine schöne Zeit. Abreise vorgezogen. "

      Herr Krebs, Sie sind auf dem besten Wege, der würdige Nachfolger des Baron von Fink zu werden (der hier leider nicht mehr schreibt). ;-))
      Ich habe mir nie eine Flasche Chateau Petrus gegönnt - für die Kohle kaufe ich mir lieber russische Erdgasaktien - daher kann ich auch nicht sagen, ob der Preis es für mich persönlich wert wäre (-> Subjektivität des Wertes!).
      Ich habe aber gelesen, dass Petrus heute absolut überteuert wäre (-> auch eine Folge der Asset-Preisinflation) und nur noch etwas für Snobs wäre. Mir persönlich reicht zum höchsten Genuss als Burgunder-Liebhaber ein Vosne-Romanee Premier Cru - es muss auch kein Grand Cru von Romanee-Conti sein. ;-)



      "Die Kanzlerin hält beim Weltwirtschaftsforum ein emotionales Plädoyer für die Rettung der Welt."

      Siehe dazu meinen Kommentar vom 20.01.:
      Kennen Sie Johann Tetzel? Ach ja, das war doch der Zeitgenosse von Martin Luther, der diesen so auf die Palme brachte, dass er glatt die Reformation anleierte. Was war denn die Masche des Herrn Tetzel, die Luther so ganz und gar nicht abging?
      "Sobald der Gülden im Becken klingt,
      im huy die Seel im Himmel springt.“
      Nun hat aber seit der Reformation und heute zwischendurch auch noch so etwas wie eine Aufklärung stattgefunden (die in den letzten Jahrzehnten aber wieder zunehmend einer Ent-Klärung gewichen ist).
      Die Menschen lassen sich nicht mehr so leicht ihr hart verdientes Geld von den Machthabern aus der Tasche ziehen. Was also tun, damit sie das auch weiterhin nicht nur ohne Murren, sondern sogar auch noch freiwillig und sogar "mit gutem Gewissen" tun?

    • Was den Klimaschutz anbetrifft, ist die Situation in den USA zum Glück nicht ganz so düster, wie Trump es vermuten lässt.
      In 2019 nahm die Kohleverstromung in USA im Vergleich zum Vorjahr um 18,1 Prozent ab.
      Regenerative Energie erzeugt in den USA inzwischen mehr Strom als Kohlekraftwerke.
      Quelle: www.energiezukunft.eu/politik/erneuerbare-energien-ueberholen-in-den-usa-erstmals-die-kohle/

      Außerdem gibt es dort z.B. die Initiative "We Are Still In": www.wearestillin.com
      Zitat:
      "We Are Still In is a coalition of cities, states, tribes, businesses, universities, healthcare organizations, and faith groups. As they did in 2017, they strongly oppose the US withdrawal from Paris, and are not going to take a retreat from the global response to the climate crisis lying down."

      Es gibt also auch in den USA viele Menschen, die der Propaganda der z.T. von Exxon bezahlten professionellen Leugner des menschengemachten Klimawandels nicht auf den Leim gehen.

    • Wie schön, dass Herr Habeck der Meinung ist, dass nur Herr Trump für alle diese Probleme dieser Welt steht. Der ist nämlich in spätestens 5 Jahren nach der zweiten Amtszeit weg. Allerdings fürchte ich, dass die Probleme nach Trump immer noch da sind und auch die Grünen für eine Reihe Probleme stehen. Aber wahrscheinlich ist die Welt für einen Kinderbuchautor einfacher

    • Vor Trump gab es überhaupt keine Probleme, jetzt wirklich?
      In welchem Paralleluniversum lebt der Herr Habeck! Er und Seinesgleichen sind gerade dabei, vor allem Deutschland gegen die Wand zu fahren!

    • Davos war bisher einer der schöneren Termine im Jahr. Graubünden im Winter, eine Flasche Château Petrus an der Bar des Grand Hotels, vielleicht ein Racelette-Abend mit Freunden die man lange nicht sah. Und jetzt, überall Genussverweigerer, leicht erregbare Teenager und Sicherheitskräfte für den US Präsidenten. Wirklich keine schöne Zeit. Abreise vorgezogen.

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