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AußenhandelTrumps Zölle lassen deutsche Exporte in die USA einbrechen

Der Exportüberschuss Deutschlands im Handel mit den USA fällt auf den tiefsten Stand seit dem Pandemiejahr 2021. Besonders hart trifft es die deutschen Auto- und Maschinenbauer. 20.01.2026 - 10:55 Uhr aktualisiert Artikel anhören
Frachtcontainer: Die gesamten deutschen Exporte schrumpften 2025 das dritte Jahr in Folge. Foto: Arne Dedert/dpa

Wiesbaden. Wegen der Zollpolitik von Donald Trump sind die deutschen Exporte in die USA 2025 eingebrochen. Von Januar bis November gingen Waren im Wert von rund 135,8 Milliarden Euro in die Vereinigten Staaten, knapp ein Zehntel (9,4 Prozent) weniger als im Vorjahreszeitraum, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag mitteilte. Die Importe aus den USA nach Deutschland stiegen dagegen um 2,2 Prozent auf 86,9 Milliarden Euro.

Der Exportrückgang und das Importplus ließen den Exportüberschuss Deutschlands im Handel mit den USA in den ersten elf Monaten 2025 auf 48,9 Milliarden Euro schrumpfen. „Dies ist der niedrigste Wert für diesen Zeitraum seit dem Pandemiejahr 2021“, erklärten die Statistiker.

Im Vorjahreszeitraum 2024 hatte der Überschuss noch auf einem Rekordhoch von 64,8 Milliarden Euro gelegen. Trotz dieses Rückgangs um fast ein Viertel blieben die USA in den ersten elf Monaten des Jahres 2025 das Land, mit dem Deutschland den weltweit höchsten Handelsbilanzüberschuss erzielte.

Herbe Einbußen für Autobauer

Starke Rückgänge im Geschäft mit den USA mussten die deutschen Autobauer verkraften. Der Wert der exportierten Kraftwagen und Kraftwagenteile brach von Januar bis November 2025 um 17,5 Prozent ein auf 26,9 Milliarden Euro.

Auch der Export von Maschinen in die USA ging zurück – um neun Prozent auf gut 24 Milliarden Euro. Die Ausfuhren von Pharmazeutika wuchsen dagegen leicht um 0,7 Prozent auf 26,2 Milliarden Euro.

Der deutschen Wirtschaft machen die US-Zölle schwer zu schaffen. Die USA sind das wichtigste Exportland für Deutschland. Der Rückgang im US-Geschäft sorgte dafür, dass die gesamten deutschen Exporte 2025 das dritte Jahr in Folge schrumpften.

Erst am Samstag hatte Trump unter Verweis auf den Konflikt um Grönland zusätzliche Zölle ab Februar gegen Deutschland und sieben weitere europäische Staaten angekündigt – alle von ihnen Nato-Länder. Die Zölle von zehn Prozent ab 1. Februar und 25 Prozent ab 1. Juni sollen so lange gelten, bis eine Einigung über den „vollständigen und umfassenden Kauf Grönlands“ erzielt sei, so Trump. Mit den Zolldrohungen droht eine Eskalation im Handelsstreit zwischen Brüssel und Washington.

Auftragspolster der deutschen Industrie wächst erneut

Bessere Nachrichten gab es am Dienstag von der deutschen Industrie: Das Auftragspolster ist im November den vierten Monat hintereinander gewachsen. Der Bestand an offenen Bestellungen kletterte um 1,8 Prozent zum Vormonat. Schon von August bis Oktober hatte es Zuwächse gegeben.

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„Der Auftragsbestand sammelt nahezu ein Plus nach dem anderen“, sagte der Chefvolkswirt der Hauck Aufhäuser Lampe Privatbank, Alexander Krüger. „Eine dynamische Entwicklung liegt zwar nicht vor, dennoch füllt sich die Pipeline.“ Damit dürfte die Kapazitätsauslastung ihren Boden gefunden haben. Vom Fiskalpaket dürften weitere Auftragsimpulse ausgehen. „Die Standortbedingungen sprechen eher für eine langsame Auftragsübersetzung in Produktion“, sagte Krüger.

„Der Auftragsbestand sammelt nahezu ein Plus nach dem anderen“, sagte der Chefvolkswirt der Hauck Aufhäuser Lampe Privatbank, Alexander Krüger. „Eine dynamische Entwicklung liegt zwar nicht vor, dennoch füllt sich die Pipeline.“ Damit dürfte die Kapazitätsauslastung ihren Boden gefunden haben. Vom Fiskalpaket dürften weitere Auftragsimpulse ausgehen. „Die Standortbedingungen sprechen eher für eine langsame Auftragsübersetzung in Produktion“, sagte Krüger.

dpa
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