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Brexit Firmenchefs warnen Johnson: No-Deal-Szenario wäre „enorm schädlich“ für die Wirtschaft

Die Verhandlungen zwischen London und Brüssel über ein Anschlussabkommen kommen nicht voran. Nun warnen britische Unternehmer vor drohenden Folgen für die Wirtschaft.
01.07.2020 - 10:38 Uhr 1 Kommentar
Die Unterhändler der EU und Großbritanniens treffen sich diese Woche in Brüssel zur letzten Gesprächsrunde. Quelle: Reuters
EU-Handelsverhandlungen

Die Unterhändler der EU und Großbritanniens treffen sich diese Woche in Brüssel zur letzten Gesprächsrunde.

(Foto: Reuters)

Düsseldorf Mehr als hundert britische Firmenchefs, Unternehmer und Konzerne sollen Premierminister Boris Johnson in einem Schreiben vor einem „No-Deal-Szenario“ gewarnt haben. Das wäre für die Wirtschaft dass es „enorm schädlich“ wäre, wenn Großbritannien bis Ende des Jahres kein Abkommen mit der Europäischen Union (EU) abschließt, berichtet die „Financial Times“.

Nach dem EU-Austritt im Januar laufen die bisherigen Regeln mit der EU zum Jahresende aus. Nun zeigen sich die Unternehmen über die mangelnden Fortschritte bei den EU-Handelsgesprächen besorgt: Es bleiben nur noch sechs Monate, bis die Übergangsperiode ohne ein Abkommen endet. Ein solcher „No-Deal“ führe zu „mehr Arbeitslosen und einem niedrigeren Lebensstandard“. Zudem hätten Unternehmen angesichts der Coronakrise kaum Zeit, sich auf mögliche neue Handelsregeln einzustellen.

Zu den Unterzeichnern gehören Vertreter von Unternehmen wie die Buchungsplattform Ebookers oder das Immobilienunternehmen Zoopla. „Dies ist kein Aufruf, alte Spaltungen über das Verbleiben oder Verlassen wieder zu öffnen“, wird Jürgen Maier, ehemaliger Vorstandsvorsitzender von Siemens UK, in dem Bericht zitiert. Die Regierung müsse ihr Versprechen einhalten, „einen guten Deal zu bekommen“. Ein schlechtes Abkommen oder eine No-Deal-Lösung dürfe es nicht geben.

Keine Lösung in Sicht

Mit dem Schreiben wollen die Unternehmen nun Druck auf die britische Regierung ausüben, um ein unternehmensfreundliches EU-Handelsabkommen zu erreichen. Die Unterhändler der EU und Großbritanniens treffen sich diese Woche in Brüssel zu einer weiteren Gesprächsrunde. Bislang verliefen die Verhandlungen ergebnislos.

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    Zwar zeigte sich EU-Brexit-Unterhändler Michel Barnier jüngst offen für Kompromisse bei den Wettbewerbsregeln für Unternehmen. Doch Vorschläge aus London zum künftigen Zugang britischer Banken zum EU-Binnenmarkt wies Barnier zurück. Die Vorlagen seien inakzeptabel, sagte Barnier am Dienstag in der britischen Hauptstadt.

    Großbritannien versuche, die Vorzüge des EU-Binnenmarkts für den Finanzplatz London zu erhalten, ohne den damit verbundenen Verpflichtungen nachzukommen. „Es gibt keinen Weg, dass die Mitgliedsstaaten oder das Europäische Parlament das akzeptieren.“

    Mit Agenturmaterial

    Mehr: Wie ist der Stand zum Brexit heute? Wie geht es der Wirtschaft – und wie ist die Stimmung im Land? Ein Überblick.

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    1 Kommentar zu "Brexit: Firmenchefs warnen Johnson: No-Deal-Szenario wäre „enorm schädlich“ für die Wirtschaft"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Dem Herrn Johnson ist ein No-Deal zuzutrauen. Deutschland dominiert die EU, das will sich das Vereinigte Königreich nicht mehr gefallen lassen, wie es scheint. Das Migrations-Chaos 2015 in Deutschland hat den Ausschlag gegeben für viele Brexit-Wähler. England leidet stark unter der völlig verfehlten Migration aus Pakistan etc.. Selbst die 2. und 3. Generation läuft teilweise mit Schleier herum, fühlt sich als Rechtgläubig überlegen und verachtet die weiße Bevölkerung, die man benutzt. Man lese nur nach den Skandal von Rotherham und den Missbrauch von derart vielen Mädchen und jungen Frauen, dass eine parlamentarisch Untersuchung eingeleitet werden musste mit Rücktritt des zuständigen Ministers.

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