Klima: Baubranche einigt sich auf Definition für klimafreundlichen Beton
Baku. Die weltweite Baubranche bereitet erstmals die Einführung klima- und umweltfreundlicher Definitionen für Zement und Beton vor. Der Verband „Global Cement and Concrete Association (GCCA)“ hat die Definitionen auf der Weltklimakonferenz am Montag in Baku vorgestellt, wie die GCCA mitteilte. Laut Bundeswirtschaftsministerium werde so Vertrauen in den Märkten als Grundlage für grüne Leitmärkte für Baustoffe geschaffen.
Dies sei wichtig für die Ankurbelung der Nachfrage nach diesen neuen Zement- und Betonprodukten. „Die Weltklimakonferenzen werden mehr und mehr zum Ort konkreter globaler Umsetzung klimafreundlicher Prozesse“, sagte Wirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) beim Besuch in Baku. „Die neuen Definitionen bringen uns diesem Ziel deutlich näher.“
Die Produktion von Beton und Zement ist bislang besonders klimaschädlich. Zudem ist die Umstellung auf klimafreundliche Prozesse besonders schwierig. Als zentrale Möglichkeit gilt vor allem die Abscheidung und unterirdische Speicherung von CO2 (CCS) bei der Produktion.
Habeck will dies auch in Deutschland möglich machen, entsprechende Gesetzesvorhaben sind jedoch durch das Aus der Ampel-Koalition vorerst ausgebremst.
Erstpublikation: 18.11.2024, 14:08 Uhr.