Entschädigungen: Geld für Opfer des Rana Plaza reicht nicht aus
In den Trümmern der Textilfabrik von Rana Plaza in Bangladesch starben 1138 Arbeiter.
Foto: AFPBerlin. Rund eineinhalb Jahre nach dem Einsturz der Textilfabrik von Rana Plaza in Bangladesch sind zwar die ersten Entschädigungsgelder für Opfer und Hinterbliebene geflossen – allerdings ist der von der internationalen Arbeitsorganisation ILO kontrollierte Fonds nur knapp zu Hälfte gefüllt. Dies teilte die ökumenische Organisation Inkota am Donnerstag in Berlin mit. Die Ausgaben würden „bei weitem“ nicht den Ansprüchen der Opfer entsprechen. Dafür benötige der Fonds ein Volumen von rund 31 Millionen Euro.
Berndt Hinzmann von der Kampagne für Saubere Kleidung kritisierte, dass sich die deutschen Unternehmen „immer wieder“ aus der Verantwortung ziehen würden. Dies sei „untragbar“.
Bei der Rana-Plaza-Tragödie kamen 1138 Textilarbeiter ums Leben, mehr als 2000 weitere Menschen wurden verletzt. Zahlreiche westliche Firmen hatten in dem Gebäude Kleider nähen lassen. Ermittlungen zufolge stürzte es unter dem Gewicht illegal errichteter Stockwerke und schwerer Maschinen ein.